* in Ausbildung unter Supervision. Was genau bedeutet diese Bezeichnung?

Als Ihre Psychotherapeutin trage ich für Sie Verantwortung.  Die Arbeit mit der Psyche eines Menschen erfordert viel Feingespür und therapeutischen Wissen. Die psychoanalytische Therapie ist eine aufdeckende Therapie, d.h. während des Prozesses versuchen wir, die Ursache ihres Symptoms herauszufinden- ein schöner, aber auch schmerzvoller Prozess, der selbst für den  Analytiker eine Herausforderung darstellt.

Deshalb ist es wichtig, über viele Jahre hinweg  als Therapeut „Supervision" in Anspruch zu nehmen. Dort hole ich mir  zusätzliche Perspektiven  und behandlungstechnische Inputs zu meinen Patienten ein, selbstverständlich alles anonymisiert. Dazu bin ich auch von der gesetzlichen Seite über Jahre hinweg verpflichtet. Somit fließt in meine Arbeit nicht nur die eigene therapeutische Kompetenz, sondern auch  die eines Supervisors. Für den Patienten bedeutet das die bestmögliche therapeutische Betreuung.

Psychotherapie 1070 Wien, Neubau

Ich führe in zwei Bezirken eine Praxis für Psychotherapie, in 1190 und 1070 Wien. Dies ermöglicht  meinen Patienten,  den für sie nächstgelegenen Standort zu wählen. Psychotherapie nimmt Zeit in Anspruch, die es im ohnehin oftmals verplanten Alltag zu finden gilt. Die Standorte 1070 und 1190 decken ein breites Einzugsgebiet ab, sie können jene Praxis wählen, die für Sie besser geeignet ist. Bitte entnehmen Sie alle Informationen zu 1190 der dazugehörigen Seite.

 

Psychotherapie

„Ich hoffe, es erfährt niemand davon!“ höre ich immer wieder von Patienten in der Praxis. Zu groß ist die Angst, entdeckt zu werden und das Schamgefühl, in  Psychotherapie zu sein – ja am Ende gar als „verrückt“ abgestempelt zu werden.

Eine Psychotherapie scheint immer der letzte Ausweg des Hilfesuchenden bei psychischen Problemen zu sein – davor wird alles andere ausprobiert - von unterschiedlichsten Medikamenten, Coachings bis hin zum Wunderheiler. Nicht, dass diese Berufssparten keine Berechtigung hätten, aber nicht selten ist eine Psychotherapie der einzige Weg, um nachhaltig von seelischem, manchmal auch körperlichem Leid befreit zu werden. Doch leichter gesagt, als getan, denn vorab gilt es überhaupt erst einmal die richtige Art von Psychotherapie zu finden- Psychoanalyse, Verhaltenstherapie, Systemische Familientherapie, Gestalttherapie, Gesprächstherapie etc. – das Angebot ist schier unendlich! Was hilft also bei welchem Problem?

In Wahrheit ist es egal, wofür Sie sich entscheiden, auch wenn natürlich jeder Therapeut seine Methode für die beste hält. Wichtig ist, dass die Beziehung zwischen Therapeut und Patient eine vertrauensvolle und stabile ist- denn diese Beziehung ist der Hauptwirkfaktor!

Und ja, eine Psychotherapie ist keine Sachen von ein, zwei Wochen- es ist unter Umständen ein langer, mühevoller, manchmal auch kostspieliger Prozess – doch am Ende steht ein Leben das neue Perspektiven und vor allem Handlungsalternativen eröffnet.

Also- nur Mut! Hilfe zu holen, ist nichts, wofür man sich schämen sollte - im Gegenteil!

Es bedeutet vielmehr, dass Sie bereits den ersten Schritt zur Verbesserung Ihres Leidens getan haben- und das ist alles andere als verrückt - das ist sogar ein sehr gesunder Ansatz!

Zusammenarbeit: Die Zusammenarbeit mit Fachärzten ist im therapeutischen Alltag unerlässlich. Oftmals ist eine leichte medikamentöse Unterstützung zu Beginn oder auch während der Therapie sinnvoll und stabilisierend. Dr. Christof Bäcker ist Facharzt für Psychiatrie 1070 Wien  und  führt eine Praxis in unmittelbarer Nähe auf der Kaiserstraße. Gerne setze ich mich bei Bedarf mit ihm in Verbindung, um in Abstimmung ein für Sie bestmögliches Behandlungskonzept zu erstellen.


 

Die Praxis in 1070, Wien Neubau

Die Praxis im 7. Bezirk liegt zentral am Wiener Museumsquartier in der Lerchenfelderstrasse. Hier handelt es sich um einen Altbau. Durch einen Innenhof erreichen Sie die Praxis im 2. Stock ohne Lift. Fußläufig entfernt befindet sich die U-Bahn Linie U3 Station Volkstheater, in unmittelbarer Umgebung die Mariahilferstrasse sowie die Wiener Innenstadt.

Sie erreichen die Praxis mit folgenden öffentlichen Verkehrsmitteln:

  • U- Bahn U3
  • Straßenbahnlinie 46

Einzugsgebiet: Die Vorteile am Praxisstandort 1070 Wien sind, das sie nicht nur zentral liegt, sondern auch ein breites Einzugsgebiet der Wiener Randbezirke 1160 Wien, 1150 Wien und 1140 Wien abdeckt. Auch von der Westeinfahrt und der dazugehörigen Wiener Umgebung mit den Ortschaften Pressbaum, Alland und Purkersdorf sind Sie  innerhalb von ca. 40-50 min über die Autobahn in meiner Praxis in 1070 Wien.

Parkmöglichkeiten in 1070: In 170 Wien ist überall Parkscheinpflicht. In ca.1 min Entfernung befindet sich die Parkgarage Museumsquartier. Diese würde ich Ihnen empfehlen, da die Parksituation in der Lerchenfelderstraße, sowie den dazugehörigen Nebengassen eher problematisch ist.

Kinder: Gerne können Sie Ihr Kind im Einzelfall in die Psychotherapie mitnehmen.

Tiere: Sie können Ihren Hund gerne in die Psychotherapie mitbringen.

Barrierefreiheit: Die Praxis in 1070 Wien ist leider nicht barrierefrei. Gerne empfehle ich Ihnen bei Interesse kompetente Kollegen/ Innen, deren Einrichtung barrierefrei ist!

Die Gegend rund um die Lerchenfelderstrasse war übrigens ehemals die selbstständige Gemeinde Lerchenfeld. Noch früher liebte es der kaiserliche Hof in dem dort gelegenen Lärchenwald auf Lerchenfang zu gehen. In unmittelbarer Nähe zur Praxis gibt es zahlreiche Restaurant und Cafes, um Ihnen oder Ihrer Begleitung eine mögliche Wartezeit angenehm zu gestalten. Freilich gibt es hierfür auch ein Wartezimmer in der Praxis.



Phantasie und Liebe sind gute Gewürze!“
(aus Holland)


Dieses holländische Sprichwort trifft nicht nur auf die gute Küche der Restaurants in 1070 zu, sondern auch auf die Psychotherapie. Gerade in der Psychoanalyse geht es um die Phantasie, das Träumen und die „Befreiung“ der Liebe. Sigmund Freud sprach davon, dass der Mensch durch eine gelungene Analyse wieder „liebes- und arbeitsfähig“ werde.

In diesem Sinne freue ich mich, Sie auf diesem Weg begleiten zu dürfen!




Meine Psychotherapie-Praxen

Ich führe an zwei Standorten in Wien eine Praxis, im grünen 19. Bezirk und im urbanen 7. Bezirk.

 

Psychotherapie 1070

Die Praxis im 7. Bezirk liegt zentral am Wiener Museumsquartier in der Lerchenfelderstraße. Hier handelt es sich ebenfalls um einen Altbau. Durch einen Innenhof erreichen Sie die Praxis, die im 2. Stock liegt, allerdings ohne Lift. Sie ist also leider nicht barierrefrei.

Fußläufig entfernt befindet sich die U-Bahn Linie U3 Station, in unmittelbarer Umgebung die Mariahilferstraße sowie die Wiener Innenstadt.

  • U-Bahn U3 Station
  • Straßenbahn Linie 46
  • Parkhaus Lerchenfelder Straße 150 m entfernt

Mehr Infos:

 

Psychotherapie 1190

Die Praxis im 19. Bezirk befindet sich in der Billrothstraße Ecke Hohenauergasse. Der Eingang ist in der Hohenauergasse. Das Haus ist ein neu sanierter Altbau in den nachträglich ein Lift eingebaut wurde. Gegenüber der Praxis, die sich im 2. Stock befindet, liegt ein kleiner Park., nicht unweit davon befinden sich Kaffeehäuser und Einkaufsmöglichkeiten, falls Sie Begleitung mitbringen, die auf sie wartet. Freilich gibt es hierfür auch ein Wartezimmer in der Praxis.

Unmittelbar vor dem Haus befindet sich die Haltestelle dreier verschiedener öffentlicher Verkehrsmittel:

  • Straßenbahnlinie 38
  • Buslinie 39 A
  • Schnellbahn S45

Mehr Infos:

 

In meine Praxis in 1190 und 1070 Wien können Sie gerne Ihren Hund mitnehmen.

Psychotherapie 1190 Wien, Döbling

Ich führe in zwei Bezirken eine Praxis für Psychotherapie , in 1190 und 1070 Wien. Dies ermöglicht  meinen Patienten,  den für sie nächstgelegenen Standort zu wählen. Psychotherapie nimmt Zeit in Anspruch, die es im ohnehin oftmals verplanten Alltag zu finden gilt. Die Standorte 1070 und 1190 decken ein breites Einzugsgebiet ab, sie können jene Praxis wählen, die für Sie besser geeignet ist. Bitte entnehmen Sie alle Informationen zu 1070 der dazugehörigen Seite.

 

Psychotherapie

„Ich hoffe, es erfährt niemand davon!“ höre ich immer wieder von Patienten in der Praxis. Zu groß ist die Angst, entdeckt zu werden und das Schamgefühl, in  Psychotherapie zu sein – ja am Ende gar als „verrückt“ abgestempelt zu werden.

Eine Psychotherapie scheint immer der letzte Ausweg des Hilfesuchenden bei psychischen Problemen zu sein – davor wird alles andere ausprobiert - von unterschiedlichsten Medikamenten, Coachings bis hin zum Wunderheiler. Nicht, dass diese Berufssparten keine Berechtigung hätten, aber nicht selten ist eine Psychotherapie der einzige Weg, um nachhaltig von seelischem, manchmal auch körperlichem Leid befreit zu werden. Doch leichter gesagt, als getan, denn vorab gilt es überhaupt erst einmal die richtige Art von Psychotherapie zu finden- Psychoanalyse, Verhaltenstherapie, Systemische Familientherapie, Gestalttherapie, Gesprächstherapie etc. – das Angebot ist schier unendlich! Was hilft also bei welchem Problem?

In Wahrheit ist es egal, wofür Sie sich entscheiden, auch wenn natürlich jeder Therapeut seine Methode für die beste hält. Wichtig ist, dass die Beziehung zwischen Therapeut und Patient eine vertrauensvolle und stabile ist- denn diese Beziehung ist der Hauptwirkfaktor!

Und ja, eine Psychotherapie ist keine Sachen von ein, zwei Wochen- es ist unter Umständen ein langer, mühevoller, manchmal auch kostspieliger Prozess – doch am Ende steht ein Leben das neue Perspektiven und vor allem Handlungsalternativen eröffnet.

Also- nur Mut! Hilfe zu holen, ist nichts, wofür man sich schämen sollte - im Gegenteil!

Es bedeutet vielmehr, dass Sie bereits den ersten Schritt zur Verbesserung Ihres Leidens getan haben- und das ist alles andere als verrückt - das ist sogar ein sehr gesunder Ansatz!

Zusammenarbeit: Die Zusammenarbeit mit Fachärzten ist im therapeutischen Alltag unerlässlich. Oftmals ist eine leichte medikamentöse Unterstützung zu Beginn oder auch während der Psychotherapie sinnvoll und stabilisierend. Dr. Mustafa Selim ist Facharzt für Psychiatrie und Neurologie in 1190 Wien und  führt eine Praxis in unmittelbarer Nähe auf der Döblinger Hauptstraße . Gerne setze ich mich bei Bedarf mit ihm in Verbindung, um in Abstimmung ein für Sie bestmögliches Behandlungskonzept in der Psychotherapie zu erstellen.

 

Die Praxis in 1190, Wien Döbling

Die Praxis im 19. Bezirk befindet sich in der Billrothstraße Ecke Hohenauergasse. Der  Eingang  ist in der Hohenauergasse. Das Haus ist ein neu sanierter Altbau in den nachträglich ein Lift eingebaut wurde. Unmittelbar vor dem Haus befindet sich die Haltestelle dreier verschiedener öffentlicher Verkehrsmittel:

  • Straßenbahnlinie 38
  • Buslinie 39 A
  • Schnellbahn S45

Einzugsgebiet: Die Vorteile am Praxisstandort 1190 Wien sind, dass er ein breites Einzugsgebiet der Umgebung Wien Nord abdeckt. Stockerau, Hollabrunn,Tulln  sind innerhalb von ca. 40 min über die Autobahn zu erreichen. Die Abfahrt Nordbrücke bringt sie direkt in den 19. Bezirk und von dort in ungefähr 5-7 Minuten in meine Praxis.

Parkmöglichkeiten in 1190: In 1190 Wien ist nur stellenweise Parkscheinpflicht. In den Nebengassen meiner Praxis für Psychotherapie benötigen Sie keine Parkscheine. In ca. 200 m Entfernung befindet sich die Parkgarage des Krankenhauses „Rudolfinerhaus“.

Kinder: Gerne können Sie Ihr Kind im Einzelfall in die Psychotherapie mitnehmen.

Tiere: Sie können Ihren Hund gerne in die Psychotherapie mitbringen.

Barrierefreiheit: Die Praxis in 1190 Wien ist leider nicht barrierefrei. Gerne empfehle ich Ihnen bei Interesse allerdings kompetente Kollegen/ Innen, deren Einrichtung barrierefrei ist!

Die Billrothstraße wurde übrigens nach dem berühmten Chirurgen Theodor Billroth benannt. Er war einer der bedeutsamsten seiner Profession und wird als Begründer der modernen Bauchchirurgie und Pionier der Kehlkopfchirurgie angesehen.

Gegenüber der Praxis, die sich  im 2. Stock befinde, liegt ein kleiner Park, nicht unweit davon befinden sich Kaffeehäuser und Reatraurants (Obkirchergasse, Sieveringer Strasse) sowie Einkaufsmöglichkeiten, falls Sie Begleitung mitbringen, die auswärts auf Sie wartet. Freilich gibt es hierfür auch ein Wartezimmer in der Praxis.

"Wer ein Haus kauft, will es nicht bauen."
(Unbekannt)

Psychotherapie will kein Haus kaufen, sondern  Häuser bauen, denn das, was man sich mühevoll Stein für Stein erschaffen hat, das hat Bestand.

In diesem Sinne freue ich mich auf das gemeinsamen Bauvorhaben!



Über mich

Katrin Wippersberg BA PTH.
Psychoanalytikerin und Psychotherapeutin*

 

Ausbildung

  • Studium der Psychologie Universität Wien 
  • Studium der Psychotherapiewissenschaften Sigmund Freud Privatuniversität Wien


 Tätigkeiten

  • Freie Praxis
  • Psychotherapeutische Ambulanz, Salztorgasse 5, 1010 Wien
  • Suchtambulatorium Anton Proksch Institut, Wiedner Hauptstraße 105, 1050 Wien
  • Psychotherapiewissenschaftlerin an der Sigmund Freud Privatuniversität Wien
  • Expertin für Fragen zur Psychotherapie im wöchentlichen Magazin "Gesund&Fit"

Beratung

Nicht immer ist es erforderlich eine Psychotherapie zu beginnen. Im Leben gibt es manchmal schwierige Phasen, die man nicht alleine bewältigen kann.

 

Mögliche Problembereiche:

  • Trennung, Scheidung
  • unerfüllter Kinderwunsch
  • Beruf/Kündigung
  • Erziehungsprobleme

 

Gerne stehe ich Ihnen in diesen Situationen als Beraterin bei, helfe Ihnen schwierige emotionale Situationen zu bewältigen und Ihnen alternativen Sichtweisen aufzuzeigen. .

Eheberatung/ Paartherapie

„Kummer lässt sich allein ertragen. Für das Glück sind zwei Menschen notwendig“.
(Elbert Hubbard)


Jede Beziehung durchläuft Krisen, das ist normal. Professionelle Hilfe ist angezeigt, wenn

 

  • es nur noch zu kommunikativen Missverständnissen kommt
  • Streitigkeiten immer heftiger und persönlich kränkend werden
  • Das Vertrauen in den/die PartnerIn verloren gegangen ist
  • Der PartnerIn ständg entwertet wird
  • Es kaum noch zu Intimitäten kommt
  • Kinder leidtragend sind
  • Scheidung oder Trennung ansteht


Gerne berate ich Sie zu zweit oder auch alleine. Anschließen überlegen wir gemeinsam, ob eine Paartherapie angezeigt ist oder eine Kurzzeitberatung ausreichend ist!


Unerfüllter Kinderwunsch

„Die Geburt eines Kindes ist wie die Entstehung einer neuen Welt“
(Achim Schmidtmann)


Künstliche Befruchtung ist immer noch ein Tabu-Thema. Darf man in die Natur eingreifen? Außerhalb des menschlichen Körpers ein Baby basteln? Möglicherweise sogar das Geschlecht, Haarfarbe und Augenfarbe bestimmen? Die befruchtete Eizelle bereits auf Gendefekte untersuchen? Viele Dokumentationen und Filme (ich erinnere mich an „Future Baby“ in jüngster Zeit) hinterfragen dieses Thema äußerst kritisch. Mit erhobenem Zeigefinger.

Ja, es ist wahr, wo es Fortschritt gibt, gibt es auch ethische Grenzgänge und darüber gilt es den Diskurs zu führen. Doch man sollte eines nicht vergessen. Das Leid der Paare. Die Trauer Monat für Monat. Der Dolchstoß mitten ins Herz, sobald wieder eine Freundin schwanger ist. Und das Verzweifeln an der eigenen „Kompetenz“- sind wir einfach nicht fähig ein Kind zu zeugen?

Ich berate Sie gerne in Sachen unerfüllter Kinderwunsch!

Elternberatung

„Denn wir können die Kinder nach unserem Sinne nicht formen!“
( Goethe)


Oft fühlt man sich als frisch gebackener Elternteil überfordert. Stellen Sie sich ebenfalls diese Fragen?

  • Was soll ich tun?
  • Was braucht mein Baby wirklich?
  • Kann ich etwas falsch machen? 

In den ersten Lebensjahren legen wir als Eltern den Grundstock für eine gesunde psychische Entwicklung unseres Kindes. Das Wissen, was mein Kind also tatsächlich benötigt, was zu viel oder zu wenig ist, vermittle ich Ihnen  in der Elternberatung.

Außerdem kann es hilfreich sein, über die eigenen Ängste und Befürchtungen als Elternteil zu sprechen und zu reflektieren, wo diese ihren Ursprung nehmen.

Patientenfragen

? Der Schulfreund meines Sohnes (6) war bei uns. Die Buben waren baden. Am Rücken des Freundes hab ich riesige blaue Flecke entdeckt. Er hat nur gemeint vom Spielen. Wie soll ich reagieren?
Ein heikles Thema. Schwierig, die Situation von außen einzuschätzen. Ich würde dennoch raten, den Eltern direkt mitzuteilen, dass Ihnen die Flecken beim Baden aufgefallen sind.- auch auf die Gefahr hin, dass es zu Unstimmigkeiten kommt!

 

? Meine Tochter (13) war bislang immer Vorzugsschülerin. Darauf bin ich auch sehr stolz. Plötzlich hat sie eine 4 in Mathe! Für mich ist das schrecklich! Ich hab sie zur Rede gestellt und sie hat zu weinen begonnen . Soll ich mit den Lehrern reden?
Es kommt mir so vor als hätten sie einen sehr hohen Leistungsanspruch an Ihre Tochter. Ich kenne die Hintergründe nicht genau, aber vielleicht ist sie dem nicht mehr gewachsen?

Ich denke, dass ein Gespräch mit den Lehrern nicht notwendig ist. Es ist außerdem normal, dass die schulischen Leistungen in der Pubertät einbrechen, vor allem, wenn die elterlichen Anforderungen groß sind. Wenn Sie ihre Tochter unterstützen wollen, dann vermitteln sie ihr, dass sie nicht über schlechtere Noten verärgert sind- auch ein Scheitern gehört zum Wachsen!

 

? Meine Tochter ist 14 und hat sich überhaupt nicht mehr unter Kontrolle, kriegt Wutausbrüche, wird aggressiv und heult dann plötzlich los. Im Internet steht, das ist eine Borderline-Störung! Hilfe!
Ich kann Ihre Verzweiflung verstehen und es ist richtig, dass sie das Verhalten Ihrer Tochter beobachten!

Sie ist allerdings erst 15 und somit physisch wie psychisch damit beschäftigt, erwachsen zu werden - es könnte sich also eher um eine Adoleszenzkrise handeln. In dieser Phase tauchen oft Borderline-ähnliche Verhaltensweisen auf, die man allzu schnell als pathologisch, also krankhaft, einstuft. Es kommt zu dramatischen Veränderungen der sozialen Wahrnehmung, der Emotionen und der Kognitionen, kurz gesagt: alles spielt verrückt. Dennoch empfehle ich wie immer eine fachliche Abklärung

 

? Mein Sohn ist 13 und hat jetzt einen Facebook Account angemeldet! In seiner Klasse haben das angeblich alle. Ich finde das viel zu früh und gefährlich, man liest ja über Mobbing usw. und er ist sowieso noch so naiv. Soll ich ihm das verbieten oder wie kann ich kontrollieren, was er macht? Ich halte Facebook ja für einen Schwachsinn!
Verbieten erachte ich nicht für sinnvoll. Facebook ist mit all seinen Vor-und Nachteilen einfach Bestandteil der Gesellschaft und Ausdruck eines Zeitgeistes. Kontrolle ist ebenso wenig zielführend, das führt vielleicht sogar dazu, dass Ihr Sohn versucht, so einiges heimlich zu machen - womöglich gerade dann, wenn er mit tatsächlichen Problemen wie Cybermobbing konfrontiert ist. Führen Sie lieber ein Gespräch mit ihm, klären Sie präventiv möglichen Risiken und schaffen Sie eine Atmosphäre des Vertrauens. Auch wenn Sie selbst die sozialen Netzwerke nicht befürworten, wäre es bestimmt hilfreich , wenn es Ihnen gelänge, Interesse dafür aufzubringen – so können sie womöglich auch eigene Ängste abbauen!

 

? Der Sohn meiner Freundin braucht schon mit 11/2 Jahren keine Windeln mehr! Meine Tochter (2) macht immer noch rein? Ist sie hinten nach?
Bestimmt nicht. In der Medizin geht man davon aus, dass die Kontrolle über den Schließmuskel überhaupt erst mit zwei oder drei Jahren möglich ist. Möglicherweise setzt ihre Freundin den kleinen Sohn nur so häufig aufs Töpfchen dass er gar nichts mehr für die Windel „übrig“ hat.

Die Sauberkeitserziehung verlangt übrigens viel Ruhe, Geduld und Respekt von den Eltern. Verleiht man dem Thema zu viel Nachdruck, werden die Kinder trotzig und halten den Stuhl zurück, was zu Verstopfungen führt. Sie entwickeln sich außerdem- laut Theorie der Psychoanalyse- zu zwanghaften Menschen. Eigensinn, Geiz, und Ordnungsliebe stehen mit dieser „analen Phase“ im Zusammenhang-man gibt einfach nicht gerne etwas her!

 

? Mein Sohn (13) hat Freunde, die mir nicht gefallen. Sie trinken  Alkohol und einer davon hat sogar schon Sex. Ich verbiete ihm zwar den Umgang, aber dann streiten wir heftig. Da ich alleinerziehend bin, habe ich leider keine Unterstützung.
Es ist sicher schwierig als alleinerziehende Mutter, da gebe ich Ihnen recht. All die Ängste und Sorgen um das Kind, die gesamte Verantwortung lastet auf den eigenen Schultern- dennoch: ihr Sohn ist 13 und mögen die jungen Männer auch noch manchmal Kindsköpfe sein, so ist eine aktive Sexualität, sowie das Austesten von Grenzen in der Pubertät normal. Seine freunde werden sie ihm durch Verbote nicht ausreden können, im Gegenteil. Schaffen se ein Klima des Vertrauens: dann wird sich ihr Sohn bei Problemen mitteilen.

 

? Unser erster Sohn kommt in 2 Monaten zur Welt. Wir haben einen Golden Retriever zu Hause und überlegen ihn zu meiner Mutter zu geben, weil ich Angst habe, dass die vielen Haare und Bakterien dem Kind schaden oder der Hund zubeißen könnte.
Es ist schwierig Ihnen hier zu etwas zu raten. Sie kennen Ihren Hund und können seine Reaktion auf Kleinkinder einschätzen. Allgemein sind Golden Retriever ja Familienhunde, aber das gilt nicht unbedingt für den Einzelfall. Grundsätzlich sind Tiere immer eine Bereicherung im Zusammenleben. In Punkto Gesundheit gibt es sogar Studien, die belegen, dass das Allergierisiko geringer ist wenn Hunde im Haushalt leben. Beraten sie sich aber vielleicht noch mit dem Tierarzt und dem Kinderarzt!

 

? Unsere Tochter(14) ist in ihren Mathematiklehrer verliebt. Ich hab ihr Handy kontrolliert und Nachrichten gefunden habe. Er hat allerdings nicht geantwortet. Soll ich ihn kontaktieren?
Der betroffene Lehrer scheint sich korrekt zu verhalten. Anstatt weiterhin heimlich das Handy zu kontrollieren oder den Lehrer zu kontaktieren, sprechen Sie das Mädchen direkt an. Ich denke, es wäre wichtig, eine Atmosphäre des Vertrauens anstatt des Misstrauens zu schaffen.

 

? Mein Baby fremdelt extrem. Sogar bei Oma und Opa brüllt es los! Der Sohn meiner Freundin ist da ganz anders!
Das Fremdeln- auch genannt die „Achtmonatsangst“- ist ein wichtiger Entwicklungsschritt. Ihr Baby kann nun bekannt von unbekannt unterscheiden. Babys haben natürlich auch verschiedene Persönlichkeiten, demnach fremdeln sie in unterschiedlicher Intensität- es handelt sich aber in keinem Fall um einen Erziehungsfehler!

 

? Meine Mann und ich haben uns vor 5 Jahren scheiden lassen. Ich habe jetzt einen neuen Freund, den mein Sohn (12) ich nicht ausstehen kann. Er will das nicht und findet es seinem Vater gegenüber unfair.
Wenn sich Eltern trennen, ist das für Kinder oftmals schwer und nicht nachvollziehbar. Sie haben jedoch ein Recht darauf glücklich zu sein und dazu gehört, eine neue Beziehung eingehen zu können. Vielleicht hilft es ihrem Sohn, wenn Sie zu dritt ein Gespräch mit ihm führen, damit er nicht das Gefühl hat, er müsse sich mit dem Vater solidarisieren, um wieder „Gerechtigkeit“ herzustellen. Geben Sie ihm auf jeden Fall Zeit, sich an die neue Situation zu gewöhnen und vermitteln Sie ihm, dass ihr neuer Freund keineswegs den „alten Papa“ ersetzen soll.

 

? Mein kleiner Sohn (3) weint anfangs immer, wenn ich ihn bei der Babysitterin lasse. Er beruhigt sich dann aber recht rasch. Mir bricht es trotzdem das Herz, mache ich etwas falsch?
Soweit ich das nach Ihrer kurzen Schilderung der Situation beurteilen kann, ist das Verhalten ihres kleinen Sohnes nicht ungewöhnlich- im Gegenteil. Kinder, die sicher an ihre Bezugsperson gebunden sind, weinen schon Mal kurz, wenn sie sich in einer „fremden“ Situation befinden, lassen sich aber schnell ablenken und freuen sich, wenn Mama oder Papa zurückkommen. Kinder mit einer unsicheren Bindung, zeigen sich entweder gleichgültig oder über die Massen verstört beim Verlassen und ebenso bei der Rückkehr ihrer Bezugsperson. Insofern scheint ihr Kleiner ein sicher gebundenes Verhalten zu zeigen!

 

? Meine Kleine hat mir erzählt, dass sie mit ihrem Kindergartenfreund Doktorspiele macht! Ich bin geschockt. Kann sie das für später verstören?
In diesem Alter entdecken Buben und Mädchen den Geschlechtsunterschied. Das Andere, Fremde ist da besonders interessant. Kinder sind von Anfang an sexuelle Wesen, nicht vergleichbar mit der erwachsenen Sexualität, es ist vielmehr ein Wohlfühlen mit allen körperlichen Sinnen. Wichtig ist, dieses Verhalten nicht einfach zu verbieten oder abzuwerten. Sehr wohl kann aber besprochen werden, dass es gewisse Regeln gibt, wie z.B., dass ein Nein auch ein Nein ist, wenn sich einer nicht wohl fühlt. Das Interesse an Doktorspielen gibt sich später von selbst, da die Entdeckungslust dem Schamgefühl weicht.

 

? Mein Kind schmiert mit Kot. Was soll ich tun?
Sehr zum Leidwesen der Eltern beginnen die Kinder oft mit einer intensiven Beschäftigung mit ihren Exkrementen mit Eintritt in die sogenannte „anale Phase“. Sie lernen den Schließmuskel zu beherrschen und Lust daran zu empfinden. Eine zu strenge Sauberkeitserziehung kann da zur Ausbildung eines „analen Charakters“ führen. Diese Menschen sind oft sehr pedantisch, geizig und übertrieben ordnungsliebend.

 

? Mein Sohn (16) hat sich komplett verändert. Seit einigen Wochen schläft er kaum. Auf die Frage, was er macht sagt er, er arbeitet irgendwelche geheimen Pläne aus. Ich komme überhaupt nicht mehr zu ihm durch, er aggressiv und meint, ich verstehe nicht, wie wichtig die Pläne für die Menschheit wären. Auch höre ich ihn oft in der Nacht telefonieren. Ich hab Angst, dass er da in was Kriminelles verwickelt ist!
Das Verhalten ihres Sohnes, das sie schildern, lässt leider eher die Vermutung zu, dass es sich hier um Anzeichen einer Schizophrenie handelt. Die Erkrankten zeigen in der akuten Phase eine sogenannte „positive Symptomatik“- dazu gehören motorische Unruhe, Wahnvorstellungen und Halluzinationen (z.B. Stimmenhören). Ich ersuche Sie, einen Psychiater/in zur Abklärung aufzusuchen!

Millionen Menschen weltweit leiden an psychischen Problemen. Psychotherapie soll helfen. Doch wie? Nur durch Reden? Im Weitesten Sinne ja, ganz so einfach ist es dann aber nicht.

Fest steht, dass Psychotherapie wirkt- laut vieler Forschungsergebnisse ist sie einer medikamentösen Therapie sogar überlegen, vor allem langfristig. Einer der wesentlichsten Faktoren ist die sogenannte „Therapeutische  Allianz“. Therapeut und Patient sind sich einig, dass sie zusammenarbeiten und ein gemeinsames therapeutisches Ziel verfolgen wollen. Dazu gehört natürlich, dass sich der Patient bei seinem Therapeuten wohlfühlt. Die emotionale Ebene ist auch jene, an der die Therapie ansetzt- selbst Sigmund Freud musste feststellen, dass sie bloße Erkenntnis der Ursache eines Problems nicht nachhaltig wirkte- es ist das erneute emotionale Wieder- und Durchleben, das schlussendlich auch aus neurologischer Sicht Veränderungen herbeiführt. Auch die Frage, welche Methode wohl die beste sei, liefert aus heutiger Sicht für viele Therapeuten eine ernüchternde Antwort: alle wirken gleich gut. Nicht die Technik zählt, sondern „allgemeine Wirkfaktoren“, wie zum Beispiel die Persönlichkeit des Therapeuten. Besonders die „Korrigierende emotionale Erfahrung“ sei hier hervorzuheben. So war es für Frau S eine neue Erfahrung in der Therapie, nicht immer nur stark sein zu müssen, wie sie es von ihrem Vater kannte. Herr N verstand, dass er sich nicht für alle aufzuopfern brauche, sondern auch seine Grenzen aufzeigen durfte, ohne dafür entwertet zu werden. Der Patient lernt schlussendlich anders zu fühlen, zu denken und zu handeln- ein Prozess der auch im Gehirn neue „Pfade“ ausbildet und somit nach und nach ein befreites Leben ermöglicht.

Patientenfragen

Wöchentlich beantworte ich im Magazin GESUND&FIT Ihre Anliegen zum Thema Psychotherapie! Natürlich werden alle Ihre Anfragen anonymisiert.

Schicken Sie mir Ihre Fragen an: psychotherapie@oe24.at


Fragen aus der Praxis:

? Wir haben ein zweites Baby bekommen und seither nässt unsere 5-jährige Tochter wieder ein. Sie lutscht auch am Daumen und benimmt sich wie ein Baby, obwohl sie schon viel weiter in der Entwicklung war!
Kein Grund zur Sorge, das ist völlig normal.  In der Psychoanalyse bezeichnet man dies als „Regression“, das Zurückfallen auf eine frühere Entwicklungsstufe. Ihre Kleine will auch wieder mehr Baby sein, weil sie wahrnimmt, dass das Neugeborene viel Aufmerksamkeit von Mama und Papa bekommt. Unbewusst verhält sie sich auch so! Binden Sie ihre Tochter einfach aktiv in alles rund um das Geschwisterchen ein. “Spezialzeit“ nur mit Mama trägt auch dazu bei, dass sie sich nicht zurückgesetzt fühlt. Auf keinen Fall sollten Sie sie für ihr derzeitiges Verhalten tadeln, dann vergeht bald alles von selbst.

 

? Wir haben ein zweites Baby bekommen und seither nässt unsere 5-jährige Tochter wieder ein. Sie lutscht auch am Daumen und benimmt sich wie ein Baby, obwohl sie schon viel weiter in der Entwicklung war!
Kein Grund zur Sorge, das ist völlig normal.  In der Psychoanalyse bezeichnet man dies als „Regression“, das Zurückfallen auf eine frühere Entwicklungsstufe. Ihre Kleine will auch wieder mehr Baby sein, weil sie wahrnimmt, dass das Neugeborene viel Aufmerksamkeit von Mama und Papa bekommt. Unbewusst verhält sie sich auch so! Binden Sie ihre Tochter einfach aktiv in alles rund um das Geschwisterchen ein. “Spezialzeit“ nur mit Mama trägt auch dazu bei, dass sie sich nicht zurückgesetzt fühlt. Auf keinen Fall sollten Sie sie für ihr derzeitiges Verhalten tadeln, dann vergeht bald alles von selbst.

 

? Ich muss seit einer Woche Medikamente gegen Depressionen nehmen und hab Angst, dass das meine Persönlichkeit verändert!
Keine Angst,  Antidepressiva verändern die Persönlichkeit nicht. Sie dienen dazu, ein Ungleichgewicht der Botenstoffe im Gehirn auszubalancieren und ihre Stimmung wieder auf ein „normales Niveau“ zu heben. Begleitend empfehle ich Ihnen psychotherapeutische Unterstützung, um die Ursachen ihrer Depression herauszufinden!

 

? Ich war bei einer Therapeutin zum Erstgespräch, weil ich ständig etwas stehlen muss. Ich kann einfach nicht anders. Ich hab ihr erzählt, was ich alles eingesteckt habe und auch wo und wie ich es mache. Jetzt hab ich Angst, dass sie mich anzeigt!
Sie werden mit Sicherheit nicht angezeigt, da jeder Therapeut/in der Schweigepflicht unterliegt. Alles, was Sie im Erstgespräch und auch in einer fortlaufenden Therapie erzählen, darf diese vier Wände gemäß dem Psychotherapiegesetz nicht verlassen.

Sie haben aber die richtige Entscheidung getroffen, sich zumindest einmal für ein Erstgespräch Hilfe zu holen. Eine Therapie  wäre anzuraten, nicht nur, um Ihre Kleptomanie, bei der es sich um eine Störung der Impulskontrolle handelt, in den Griff zu bekommen, sondern auch zu Ihrem Schutz, um gar nicht erst in die Lage zu kommen, bei einem Ihrer Diebstähle erwischt zu werden!

 

? Mein Mann und ich haben schon eine 2-jährige Tochter und überlegen jetzt ein Kind aus dem Inland zu adoptieren. Am besten ein Neugeborenes. Halten Sie das Alter unserer Tochter für geeignet, oder sollen wir lieber warten bis sie älter ist?
Eine Adoption aus dem Inland ist in Österreich nicht möglich, wenn sie bereits ein eigenes leibliches Kind haben. Sie können sich nur für eine Auslandsadoption bewerben. Es spricht prinzipiell nichts gegen das Alter ihrer Tochter, allerdings dauert alleine das Adoptionsverfahren bis zur Bewilligung mit den dazugehörigen Kursen rund ein Jahr, Mit einer Adoption aus dem Ausland ist meistens auch eine Wartezeit von 2-3 Jahren verbunden, das Adoptivkind ist dann meistens schon etwas „älter“.

 

? Der Sohn meiner Freundin braucht schon mit 11/2 Jahren keine Windeln mehr! Meine Tochter (2) macht immer noch rein? Ist sie hinten nach?
Bestimmt nicht. In der Medizin geht man davon aus, dass die Kontrolle über den Schließmuskel überhaupt erst mit zwei oder drei Jahren möglich ist. Möglicherweise setzt ihre Freundin den kleinen Sohn nur so häufig aufs Töpfchen dass er gar nichts mehr für die Windel „übrig“ hat.

Die Sauberkeitserziehung verlangt übrigens viel Ruhe, Geduld und Respekt von den Eltern. Verleiht man dem Thema zu viel Nachdruck, werden die Kinder trotzig und halten den Stuhl zurück, was zu Verstopfungen führt. Sie entwickeln sich außerdem- laut Theorie der Psychoanalyse- zu zwanghaften Menschen. Eigensinn, Geiz, und  Ordnungsliebe stehen mit dieser „analen Phase“ im Zusammenhang-man gibt einfach nicht gerne etwas her!

 

? Der Schulfreund meines Sohnes (6) war bei uns. Die Buben waren baden. Am Rücken des Freundes hab ich riesige blaue Flecke entdeckt. Er hat nur gemeint vom Spielen. Wie soll ich reagieren?
Ein heikles Thema. Schwierig, die Situation von außen einzuschätzen. Ich würde dennoch raten, den Eltern direkt mitzuteilen, dass Ihnen die Flecken beim Baden aufgefallen sind.- auch auf die Gefahr hin, dass es zu Unstimmigkeiten kommt!

 

? Ich bin schwanger und muss Antidepressiva nehmen. Jetzt hab ich Angst, dass das meinem ungeborenen Kind schaden kann! Aber ohne geht es auch nicht!
Grundsätzlich ist klar, dass sie jegliche Art der Medikation mit Ihrem Gynäkologen abklären müssen. Aber keine Sorge, es ist möglich auch während der Schwangerschaft Antidepressiva zu nehmen, das geeignete Präparat kennt ihr Psychiater bzw. Frauenarzt. Auch ein pflanzlicher Wirkstoff ist womöglich eine geeignete Alternative.

 

? Mein Sohn ist 24 und möchte ausziehen.  Ich finde es rücksichtslos von ihm,  er weiß genau, dass ich dann alleine bin. Mein Mann ist vor 12 Jahren gestorben, seither kümmere ich mich alleine um das Kind. Kann ich da nicht erwarten, dass er sich auch um mich kümmert?
Der Tod ihres Mannes war sicher traumatisch für Sie und ich kann mir gut vorstellen, dass auch die Zeit danach, als allein erziehende Mutter, alles andere als einfach war.

Dennoch- ihr Sohn ist 24 und es ist mehr als natürlich, dass er das Bedürfnis hat, sich von Ihnen abzulösen. Er ist kein Partnerersatz und sollte nicht die Verpflichtung empfinden, diese emotionale Lücke für Sie schließen zu müssen. Vielleicht gelingt es dann auch Ihnen, neue Kontakte zu knüpfen!

 

? Meine Tochter (13) war bislang immer Vorzugsschülerin. Darauf  bin ich auch sehr stolz. Plötzlich hat sie eine 4 in Mathe! Für mich ist das schrecklich! Ich hab sie zur Rede gestellt und sie hat zu weinen begonnen . Soll ich mit den Lehrern reden?
Es kommt mir so vor als hätten sie einen sehr hohen Leistungsanspruch an Ihre Tochter. Ich kenne die Hintergründe nicht genau, aber vielleicht ist sie dem nicht mehr gewachsen?

Ich denke, dass ein Gespräch mit den Lehrern nicht notwendig ist.  Es ist außerdem normal, dass die schulischen Leistungen in der Pubertät einbrechen, vor allem, wenn die elterlichen Anforderungen groß sind. Wenn Sie ihre Tochter unterstützen wollen, dann vermitteln sie ihr, dass sie nicht über schlechtere Noten verärgert sind- auch ein Scheitern gehört zum Wachsen!  

 

? Ich (16) war auf einer Party mit meiner Freundin. Dort haben wir viel getrunken und plötzlich geknutscht. Ich stehe aber Jungs! Jetzt hab ich Angst, dass ich lesbisch bin und es nicht weiß! Kann das sein?
So ein Erlebnis kann ziemlich verstörend wirken,  ist aber völlig normal. In der Phase der Findung der sexuellen Identität können schon mal erotische Gefühle für Gleichgeschlechtliche auftauchen und auch zu Begegnungen führen.

 

? Meine Freundin akzeptiert meine Tochter aus erster Ehe nicht. Sie will mir den Kontakt verbieten. Die Kleine ist erst vier und versteht überhaupt nicht, warum Sandra (meine Freundin) sie völlig ignoriert, wenn sie bei uns zu Besuch ist. Ich weiß nicht mehr was ich machen soll!
Eine schwierige Situation. Ihre Tochter befindet sich überdies in einer Entwicklungsphase- der sogenannten ödipalen Phase-, in der sie ohnehin dem Vater sehr zugetan ist. Ich nehme an, das schürt zusätzlich die Konkurrenzgedanken ihrer Lebensgefährtin. Da ich Ihrer Frage entnehme, dass sie bereits alles versucht haben, kann ich Ihnen nur als letzten Ausweg ein paartherapeutisches Gespräch näherlegen, um die Gründe für ihre Ablehnung eingehender zu beleuchten.

 

? Ich weiß nicht mehr weiter! Ich bin 13 und schwanger! Ich will das Kind auf keinen Fall behalten, weil ich mit dem Vater nicht zusammen bin. Ich kann aber auch mit niemandem darüber reden, meine Mutter bringt mich um, wenn sie davon erfährt!
Ich kann mir vorstellen, was gerade in Ihnen vorgeht! Aber keine Sorge, es wird sich eine Lösung finden lassen! Bitte wenden Sie sich so bald wie möglich an folgende Adresse:

www.prowoman.at /pro:woman Ambulatorium Tel: 01/512 96 31 250

Hier betreut man auch anonym viele junge Menschen, die sich in ähnlichen  Situationen wie sie befinden. Gemeinsam können Sie dann die nächsten Schritte überlegen und auch einen Weg finden, Ihre Mutter darüber zu informieren! 

 

? Ich glaube, mein Sohn ist schwul, ich hab Ihn zufällig gesehen! Am Anfang waren mein Mann und ich geschockt, jetzt ist es ok für uns. Wie sollen wir ihn darauf ansprechen?
Toll, dass Sie Ihren Sohn so annehmen wie er ist! Sprechen Sie Ihn ruhig direkt an und vermitteln sie ihm, dass sie seine Entscheidungen völlig akzeptieren. Somit sind Schamgefühle, die ihn möglicherweise von einer Aussprache mit Ihnen abhalten, sofort beseitigt!

 

? Was ist Vaginismus? Kommt das von der Psyche?
Vaginismus oder auch Scheidenkrampf ist eine sexuelle Funktionsstörung. Es bedeutet, dass sich die Beckenbodenmuskulatur ungewollt verkrampft. Ein normaler Geschlechtsverkehr ist so kaum noch möglich oder zumindest sehr schmerzvoll.

Sollten keine körperlichen Gründe vorliegen, ist eine psychische Komponente wahrscheinlich. Traumatische sexuelle Erlebnisse, Konflikte in der Partnerschaft oder generell Ängste in Verbindung mit der Sexualität sind die Verursacher. Da die betroffenen Frauen meistens sexuelle Lust empfinden, ist es oft schwer nachvollziehbar, dass die Psyche unbewusst diese körperliche Abwehrreaktion auslöst. Ich rate zu einer langfristigen, tiefenpsychologischen Therapie.

 

? Meine Tochter ist 14 und hat sich überhaupt nicht mehr unter Kontrolle, kriegt Wutausbrüche, wird aggressiv und heult dann plötzlich los. Im Internet steht, das ist eine Borderline-Störung! Hilfe!
Ich kann Ihre Verzweiflung verstehen und es ist richtig, dass sie das Verhalten Ihrer Tochter beobachten!

Sie ist allerdings erst 15 und somit physisch wie psychisch damit beschäftigt, erwachsen zu werden - es könnte sich also eher um eine Adoleszenzkrise handeln. In dieser Phase tauchen oft Borderline-ähnliche Verhaltensweisen auf, die man allzu schnell als pathologisch, also krankhaft, einstuft. Es kommt zu dramatischen Veränderungen der sozialen Wahrnehmung, der Emotionen und der Kognitionen, kurz gesagt: alles spielt verrückt. Dennoch empfehle ich wie immer eine fachliche Abklärung!

 

? Mein Sohn ist 13 und hat jetzt einen Facebook Account angemeldet! In seiner Klasse haben das angeblich alle. Ich finde das viel zu früh und gefährlich, man liest ja über Mobbing usw. und er ist sowieso noch so naiv. Soll ich ihm das verbieten oder wie kann ich kontrollieren, was er macht? Ich halte Facebook ja für einen Schwachsinn!
Verbieten erachte ich nicht für sinnvoll. Facebook ist mit all seinen Vor-und Nachteilen einfach Bestandteil der Gesellschaft und Ausdruck eines Zeitgeistes. Kontrolle ist ebenso wenig zielführend, das führt vielleicht sogar dazu, dass Ihr Sohn versucht, so einiges heimlich zu machen - womöglich gerade dann, wenn er mit tatsächlichen Problemen wie Cybermobbing konfrontiert ist. Führen Sie lieber ein Gespräch mit ihm, klären Sie präventiv möglichen Risiken und schaffen Sie eine Atmosphäre des Vertrauens.  Auch wenn Sie selbst die sozialen Netzwerke nicht befürworten, wäre es bestimmt hilfreich , wenn es Ihnen gelänge, Interesse  dafür aufzubringen – so können sie womöglich auch eigene Ängste abbauen!

 

? Ich hab seit ca. vier Jahren  eine Freundin. Es läuft alles super gut. Sie hätten auch gerne schon ein Kind, sie ist 25. Ich habe eigentlich  auch nichts dagegen, könnte aber auch noch ein paar Jahre warten. Die letzten paar Male beim Sex hatte ich plötzlich Probleme mit der Potenz. Das war noch nie zuvor der Fall, ich bin erst 28! Was ist das?
Sollte der Facharzt keine medizinischen Einschränkungen finden, könnte es vielleicht mit dem Kinderwunsch zusammenhängen. Sie schreiben, dass sie „ eigentlich nichts dagegen hätten“ - aber eben nur eigentlich. Auf einer bewussten Ebene empfinden sie es mit Sicherheit tatsächlich so, doch unbewusst könnte es sein, dass Sie diese Thematik (noch) ablehnen. Ihr Körper  gibt ihnen Signale, indem er quasi die Fortpflanzung verweigert. Seien Sie ehrlich zu sich selbst und sollte es so sein, wie von mir vermutet, dann in Folge auch zu ihrer Partnerin.  In einer gefestigten, guten Partnerschaft, die sie ja beschreiben, findet sich bestimmt ein Kompromiss, sie sind ja auch beide noch sehr jung. Und ohne diesen möglichen Druck können sie hoffentlich auch ihre Sexualität wieder problemlos genießen.

 

Ich bin 24 und lebe endlich allein. Meine Eltern rufen aber ständig an, kommen unangemeldet vorbei und sind beleidigt, wenn ich keine Zeit habe. Bin ich im Recht, wenn ich das nicht will?
Ja! Viele Elternteile sehen ihr Kind leider als eine Art "verlängertes Selbst", also als einen Teil von Ihnen, der auch so wie sie selbst denken und fühlen muss. Bereits in der Kindheit wurden erste Autonomiebestrebungen unterbunden, folglich haben Betroffene oftmals bis ins Erwachsenenalter mit dem (unbewussten)Konflikt zwischen Wünschen nach Eigenständigkeit und ihren Bedürfnissen nach Abhängigkeit zu kämpfen. Therapeutische Unterstützung ist hier wichtig, da der Akt der Emanzipation deshalb mit vielen Schuldgefühlen verbunden ist und von Elternseite natürlich ein massiver Widerstand dagegen eintritt. 

 

? Mein  Mann hat schwere Depressionen. Er hatte einen Herzinfarkt, dann ist sein Bruder an Lungenkrebs gestorben. Wir haben eine Tochter mit Down Syndrom. Er beschimpft mich nur mehr, deshalb wollte ich zurück in die Slowakei, musste aber bleiben, weil er sich eingebildet hat, dass er sterben muss. Ich weiß nicht mehr, wie ich mit ihm umgehen soll, kann mir aber keine Therapie leisten.
Sie stehen unter enormen Druck. Sie müssen die Pflege für Mann und Kind übernehmen und das ist keine leichte Aufgabe. Es scheint, als würde ihr Mann seine Krankheit zusätzlich „benützen“, um nicht verlassen zu werden. Sie brauchen dringend Unterstützung, da sie diese Umstände auf Dauer krank werden lassen und damit ist niemandem mehr geholfen. Die SFU Ambulanz bietet  Therapieplätze zu Sozialtarifen an! Wenden Sie sich bitte dahin!

Hilfe:

SFU Ambulanz Wien
Salztorgasse 1
1010 Wien
Tel: +431 7989400
Email: ambulanz@sfu.ac.at  

               

? Unsere Tochter (17) hat seit kurzem einen seltsamen Tick. Wenn Sie die Treppen steigt, muss sie nach zwei Schritten immer wieder einen zurück machen und auf den Boden klopfen. Sie sagt, sie kann nicht anders und weint dann furchtbar. In der Schule beginnt man sie deshalb schon zu hänseln. Was ist das?
Das Verhalten ihrer Tochter klingt ganz nach einer Zwangshandlung. Dabei werden die Betroffenen von einer Art innerem Drang getrieben, bestimmte Handlungen ausführen. zu müssen. Auch Zwangsgedanken sind möglich. Oft bringt medikamentöse Unterstützung bereits Erleichterung, therapeutische Begleitung (Verhaltenstherapie oder psychodynamisches Verfahren) ist anzuraten. Wichtig ist, schnell zu handeln, damit  es nicht zu einer Chronifizierung kommt.

 

? Ich habe ein Baby mit zwei Monaten. Es wacht leider oft auf und brüllt dann durch. Meine Freundin hat ihren Sohn einfach ein paar Nächte  durschreien lassen und dann hat er durchgeschlafen.  Soll ich das auch tun?
Auf keinen Fall. Babys haben IMMER einen Grund wenn sie weinen- sei es nur der Wunsch nach körperlicher Nähe. Es ist ihre einzige Ausdrucksmöglichkeit. Der Sohn ihrer Freundin hat offenbar einfach resigniert, was für eine gesunde psychische Entwicklung fatal sein kann.

 

? Ich bin sei vier Wochen Mutter einer kleinen Tochter. Ich habe kaum Milch, kann sie nicht genug stillen. Ich mache mir deshalb unglaubliche Vorwürfe. Überall wird einem eingeredet, wie wichtig Stillen ist, vor allem für die Beziehung zum Kind.
Erstmals gratuliere ich Nachwuchs, zweitens rate ich Ihnen, sich diesbezüglich nicht verrückt zu machen.  Wenn Sie zu wenig Milch haben, ist das eben so. Sie können es nicht willentlich beeinflussen. Wichtig ist vor allem, die Nähe, Aufmerksamkeit und Ruhe, die sie Ihrer Tochter während des Fütterns vermitteln. Dies ist genauso bei der Gabe eines Fläschchens möglich. Nehmen Sie sich Zeit, sorgen Sie für eine ruhige Atmosphäre- und wer weiß, vielleicht fließt dann auch die Milch wieder!

 

? Mein Sohn ist jetzt 16 und hat mir den Schock meines Lebens verpasst. Wir haben ein sehr offenes Verhältnis und deshalb hat er mir auch erzählt, dass er auf seiner Geburtstagsparty im April zum ersten Mal einen Joint rauchen will. Was soll ich ihm raten?'
Schön, dass sie beide so ein offenes Verhältnis haben und ihr Sohn auch mit diesen Themen zu ihnen kommt. Dennoch, wenn möglich würde ich ihm raten, dies auf später zu verschieben. Jugendliche haben in dieser Phase genug mit der eigene Psychodynamik zu tun. Der sogenannte präfrontale Cortex im Gehirn reift sehr langsam und braucht etwa bis zum 25. Lebensjahr. Bis dahin sollte die Entwicklung nicht durch derartige Substanzen gestört werden, im übrigen auch nicht durch Alkohol, Zigaretten oder andere Drogen.

 

? Ich bin 17 und noch immer Jungfrau. Meine Freundinnen hatten schon mal Sex, aber ich fühle mich noch nicht so weit und hab ein wenig Angst.
Ich finde es sehr reif, dass sie hier auf sich und ihre Gefühle hören. Ich rate aber zu einem Gespräch mit einer Gynäkologin (mit Eltern ist das vielleicht nicht so einfach), da auch eine erste Untersuchung, wie die Aufklärung über Verhütungsmöglichkeiten und andere dazugehörige Themen die Ängste nehmen. 

 

? Meine Freundin pflegt sein Jahren ihren behinderten Bruder. Er und sie haben einen schrecklichen Autounfall überlebt, die Eltern sind dabei gestorben, der Bruder seither geistig behindert. Sie hatte nichts. Sie ist mittlerweile total am Ende, lehnt aber jede Hilfe ab.
Sie haben die Warnzeichen richtig erkannt. Ihre Freundin hat womöglich große Schuldgefühle, als einzige den Autounfall unbeschadet überlebt zu haben. Diese versucht die Psyche erträglicher zu machen, indem sie sich nun für ihren Bruder aufopfert. Vielleicht können Sie ihre Freundin davon überzeugen, sich therapeutische Unterstützung zu suchen - eventuell mit dem Argument, dass es für ihren Bruder die größte Hilfe wäre, wenn sie weiterhin die psychische und körperliche Kraft für die Pflege hat. Ein Zusammenbruch schadet allen.

 

? Gestern hab ich plötzlich alle Zustände bekommen. Ich hatte das Gefühl, dass ich ersticke, gleichzeitig hab ich gezittert, ich dachte, ich muss sterben. Nach fünf Minuten war alles vorbei. Ich hatte das in letzter Zeit schon zwei Mal! Kommt das vom beruflichen Stress?
Die Symptome, die sie mir beschreiben, klingen möglicherweise nach einer Panikattacke. Dabei handelt es sich um wiederkehrende, schwere Angstattacken, die leider nicht vorhersehbar sind, da sie nicht in bestimmten Situationen oder unter bestimmten Umständen auftreten. Vorab rate ich zu einer psychiatrischen Abklärung. Ihr beruflicher Stress wird vermutlich zu einem Durchbruch der Angstattacken beitragen, ist aber wahrscheinlich nicht die alleinige Ursache.

 

? Was ist eine Psychose?
Psychose  ist ein Überbegriff für psychische Zustände bzw. Störungen, bei denen der Betroffene die Realität verzerrt wahrnimmt. Die Umwelt, Bezugspersonen und die eigenen Person erscheinen dem Betroffenen verändert. Wahnvorstellungen (z.B. Liebeswahn) und Halluzinationen( z.B. Stimmen hören) sind charakteristisch. Psychosen können bei diversen Krankheitsbildern auftreten (z.B. bei Schizophrenie), aber auch durch Drogen oder hirnorganische Ursachen ausgelöst werden. 

 

? Mein Sohn (16) hat sich komplett verändert. Seit einigen Wochen schläft er kaum. Auf die Frage, was er macht sagt er, er arbeitet irgendwelche geheimen Pläne aus. Ich komme überhaupt nicht mehr zu ihm durch, er aggressiv und meint, ich verstehe nicht, wie wichtig die Pläne für die Menschheit wären. Auch höre ich ihn oft in der Nacht telefonieren. Ich hab Angst, dass er da in was Kriminelles verwickelt ist.
Das Verhalten ihres Sohnes, das sie schildern, lässt leider eher die Vermutung zu, dass es sich hier womöglich um Anzeichen einer Schizophrenie handelt. Die Erkrankten zeigen in der akuten Phase eine sogenannte „positive Symptomatik“-  dazu gehören motorische Unruhe, Wahnvorstellungen und Halluzinationen (z.B. Stimmenhören). Ich ersuche Sie, einen Psychiater/in zur Abklärung aufzusuchen!

 

? Ich weiß nicht mehr, was ich mit meiner Freundin tun soll! Sie kauft ständig irgendwelche Klamotten! In ihrer Wohnung türmen sie Kleiderberge, die meisten noch mit dem Preiszettel drauf! Sie sagt, sie liebt es einfach zu shoppen und kann nicht anders, aber ich finde das nicht normal!
Sie sehen das völlig richtig. Ihre Freundin scheint unter einer Störung der Impulskontrolle zu leiden, das heißt, sie kann dem Drang Kleider zu kaufen einfach nicht widerstehen. Dabei hat das Erworbene für sie vermutlich keinerlei weitere Bedeutung, Hier ist meist eine fachliche Hilfe auf zwei Ebnen gefragt: zum einen,  eine medikamentöse Unterstützung, zum anderen ein therapeutische, um den Ursachen auf den Grund zu gehen. Ermutigen Sie ihre Freundin dazu!

 

? Sind psychische Störungen angeboren?
Jeder Mensch kann psychisch erkranken. Eine psychische Erkrankung ist immer multifaktoriell zu betrachten, das heißt die Ursachen sind nicht einseitig. Biologische, psychologische und soziale Faktoren spielen hier zusammen- ist jemand psychisch „dünnhäutiger“, gibt es ein biologisches Ungleichgewicht im Bereich der Neurotransmitter, welchen Lebensereignissen waren und sind wir ausgesetzt und gibt es womöglich eine erbliche Belastung. 

 

? Mein Vater hat unheilbar Krebs. Er ist seit 5 Monaten stationär im Krankenhaus. Er glaubt aber immer noch, er kommt raus und redet ständig davon, was er nächstes Jahr alles machen wird. Ich selbst bin schon so fertig. Wie soll ich ihm die Wahrheit sagen?
Die Psyche schützt uns manchmal vor Dingen, die wir nicht wahrhaben wollen, weil Angst und Schmerz zu überwältigend und schlussendlich nicht aushaltbar wären. Dann verleugnen wir die Realität und zwar in einem Ausmaß, das uns für andere nahezu „verrückt“ erscheinen lässt. Da ihr Vater- wie es scheint - tatsächlich nicht mehr lange zu leben hat, erachte ich es in diesem Fall für wichtiger, dass sie selbst sich mit seinem Tod auseinandersetzen und Gefühle wie Traurigkeit, Ohnmacht aber vielleicht auch Wut mit professioneller Hilfe besprechen.

 

? Ich hab ständig die Angst unheilbar krank zu werden. Weil ich soviel daran denke, hab ich wiederum Angst dass ich mir zB einen Krebs „herbeidenke“. Ist das möglich?
Sie räumen der Kraft ihrer Gedanken sehr viel Macht ein. Vielleicht geht es weniger um die Frage, ob sie sich selbst Krebs herbeidenken können, sondern darum, was tatsächlich hinter diesen Befürchtungen steckt. Hier empfehle ich Ihnen therapeutische Unterstützung.

 

? Unsere Mutter sitzt jetzt im Rollstuhl. Wir haben sie deshalb zu uns ins Haus genommen. Doch egal was wir tun, sie verlangt immer mehr und ist nie zufrieden. Was sollen wir tun? Ich will nicht, dass sie leidet!
Ich habe den Eindruck, sie tun bereits mehr als sie bewältigen können. Ihre Mutter braucht zweifelsohne Unterstützung, doch scheint es mir, als hätte sie durch ihre körperliche Beeinträchtigung auch einen sekundären Krankheitsgewinn. Dies bedeutet, dass ihre Mutter sehr wohl auch äußere Vorteile durch ihre Erkrankung zieht - sie wird umsorgt, so wie sie es sich wahrscheinlich immer gewünscht hat.  Setzen Sie sich und ihrer Mutter klare Grenzen, auch wenn es anfangs schwer fällt. Damit ist allen am meisten geholfen. 

 

Mein kleiner Sohn (3) weint anfangs immer, wenn ich ihn bei  der Babysitterin lasse. Er beruhigt sich dann aber recht rasch. Mir bricht es trotzdem das Herz, mache ich etwas falsch?
Soweit ich das nach Ihrer kurzen Schilderung der Situation beurteilen kann, ist das Verhalten ihres kleinen Sohnes nicht ungewöhnlich- im Gegenteil. Kinder, die sicher an ihre Bezugsperson gebunden sind, weinen schon Mal kurz, wenn sie sich in einer „fremden“ Situation befinden, lassen sich aber schnell ablenken und freuen sich, wenn Mama oder Papa zurückkommen. Kinder mit einer unsicheren Bindung, zeigen sich entweder gleichgültig oder über die Massen  verstört beim Verlassen und ebenso bei der Rückkehr ihrer Bezugsperson. Insofern scheint ihr Kleiner ein sicher gebundenes Verhalten zu zeigen!

 

? Meine Kleine hat mir erzählt, dass sie mit ihrem Kindergartenfreund Doktorspiele macht! Ich bin geschockt. Kann sie das für später verstören?
In diesem Alter entdecken Buben und Mädchen den Geschlechtsunterschied. Das Andere, Fremde ist da besonders interessant.  Kinder sind von Anfang an sexuelle Wesen, nicht vergleichbar mit der erwachsenen Sexualität, es ist vielmehr ein Wohlfühlen mit allen körperlichen Sinnen. Wichtig ist, dieses Verhalten nicht einfach zu verbieten oder abzuwerten. Sehr wohl kann aber besprochen werden, dass es gewisse Regeln gibt, wie z.B., dass ein Nein auch ein Nein ist, wenn sich einer nicht wohl fühlt. Das Interesse an Doktorspielen gibt sich später von selbst, da die Entdeckungslust dem Schamgefühl weicht.

 

? Mein Kind schmiert mit Kot. Was soll ich tun?
Sehr zum Leidwesen der Eltern beginnen die  Kinder oft mit einer intensiven Beschäftigung mit ihren Exkrementen mit Eintritt in die sogenannte „anale Phase“. Sie lernen den Schließmuskel zu beherrschen und Lust daran  zu empfinden. Eine zu strenge Sauberkeitserziehung kann da zur Ausbildung eines „analen Charakters“ führen. Diese Menschen sind oft sehr pedantisch, geizig  und übertrieben ordnungsliebend.

Rahmenbedingungen

Honorar

Ich habe derzeit keinen Vertrag mit den Krankenkassen abgeschlossen und arbeite ausschließlich auf Privathonorarbasis, d.h. Sie bekommen die therapeutischen Sitzungen nicht (auch nicht teilweise) von der Krankenkasse rückerstattet.

Ich ersuche um Verständnis, dass ich aufgrund der methodischen Ausrichtung der Therapie keine 14-tägigen Intervalle anbiete.

Schweigepflicht

Nach Paragraph 15 des Psychotherapiegesetzes bin ich dazu verpflichtet, Stillschweigen über alle Inhalte, die wir besprechen gegenüber Dritten zu wahren. Auch wenn ihr Ehepartner, Mutter, betreuender Arzt oder gar Arbeitgeber anrufen sollte, dringen keine Informationen nach Außen.

Ausschließlich Sie als Patient können mich im Einzelfall schriftlich davon entbinden, damit ich mich z.B. - wenn vorhanden und notwendig- mit ihrem Psychiater z.B. über ihre Medikation abstimmen kann.

Ausfallshonorar

Sollten sie eine Sitzung nicht wahrnehmen können, ersuche ich Sie, diese 48 h zuvor abzusagen, da es mir sonst nicht möglich ist, die Stunde zu vergeben. , andernfalls müsste ich das vereinbartes Honorar verrechnen. Im akuten Krankheitsfall tritt diese Regelung mit einer ärztlichen Bestätigung nicht in Kraft.

Beendigung der Therapie

Es besteht die Möglichkeit, das Behandlungsverhältnis ohne Einhaltung einer Frist zu beenden. In diesem Falle ist es wünschenswert, die Behandlung in zwei Abschlusssitzungen in guter Weise einvernehmlich abzuschließen.

Patientenfragen

Wöchentlich beantworte ich im Magazin GESUND&FIT Ihre Anliegen zum Thema Psychotherapie! Natürlich werden alle Ihre Anfragen anonymisiert.

Schicken Sie mir Ihre Fragen an: psychotherapie@oe24.at


Fragen aus der Praxis:

? Wir haben ein zweites Baby bekommen und seither nässt unsere 5-jährige Tochter wieder ein. Sie lutscht auch am Daumen und benimmt sich wie ein Baby, obwohl sie schon viel weiter in der Entwicklung war!
Kein Grund zur Sorge, das ist völlig normal.  In der Psychoanalyse bezeichnet man dies als „Regression“, das Zurückfallen auf eine frühere Entwicklungsstufe. Ihre Kleine will auch wieder mehr Baby sein, weil sie wahrnimmt, dass das Neugeborene viel Aufmerksamkeit von Mama und Papa bekommt. Unbewusst verhält sie sich auch so! Binden Sie ihre Tochter einfach aktiv in alles rund um das Geschwisterchen ein. “Spezialzeit“ nur mit Mama trägt auch dazu bei, dass sie sich nicht zurückgesetzt fühlt. Auf keinen Fall sollten Sie sie für ihr derzeitiges Verhalten tadeln, dann vergeht bald alles von selbst.

 

? Wir haben ein zweites Baby bekommen und seither nässt unsere 5-jährige Tochter wieder ein. Sie lutscht auch am Daumen und benimmt sich wie ein Baby, obwohl sie schon viel weiter in der Entwicklung war!
Kein Grund zur Sorge, das ist völlig normal.  In der Psychoanalyse bezeichnet man dies als „Regression“, das Zurückfallen auf eine frühere Entwicklungsstufe. Ihre Kleine will auch wieder mehr Baby sein, weil sie wahrnimmt, dass das Neugeborene viel Aufmerksamkeit von Mama und Papa bekommt. Unbewusst verhält sie sich auch so! Binden Sie ihre Tochter einfach aktiv in alles rund um das Geschwisterchen ein. “Spezialzeit“ nur mit Mama trägt auch dazu bei, dass sie sich nicht zurückgesetzt fühlt. Auf keinen Fall sollten Sie sie für ihr derzeitiges Verhalten tadeln, dann vergeht bald alles von selbst.

 

? Ich muss seit einer Woche Medikamente gegen Depressionen nehmen und hab Angst, dass das meine Persönlichkeit verändert!
Keine Angst,  Antidepressiva verändern die Persönlichkeit nicht. Sie dienen dazu, ein Ungleichgewicht der Botenstoffe im Gehirn auszubalancieren und ihre Stimmung wieder auf ein „normales Niveau“ zu heben. Begleitend empfehle ich Ihnen psychotherapeutische Unterstützung, um die Ursachen ihrer Depression herauszufinden!

 

? Ich war bei einer Therapeutin zum Erstgespräch, weil ich ständig etwas stehlen muss. Ich kann einfach nicht anders. Ich hab ihr erzählt, was ich alles eingesteckt habe und auch wo und wie ich es mache. Jetzt hab ich Angst, dass sie mich anzeigt!
Sie werden mit Sicherheit nicht angezeigt, da jeder Therapeut/in der Schweigepflicht unterliegt. Alles, was Sie im Erstgespräch und auch in einer fortlaufenden Therapie erzählen, darf diese vier Wände gemäß dem Psychotherapiegesetz nicht verlassen.

Sie haben aber die richtige Entscheidung getroffen, sich zumindest einmal für ein Erstgespräch Hilfe zu holen. Eine Therapie  wäre anzuraten, nicht nur, um Ihre Kleptomanie, bei der es sich um eine Störung der Impulskontrolle handelt, in den Griff zu bekommen, sondern auch zu Ihrem Schutz, um gar nicht erst in die Lage zu kommen, bei einem Ihrer Diebstähle erwischt zu werden!

 

? Mein Mann und ich haben schon eine 2-jährige Tochter und überlegen jetzt ein Kind aus dem Inland zu adoptieren. Am besten ein Neugeborenes. Halten Sie das Alter unserer Tochter für geeignet, oder sollen wir lieber warten bis sie älter ist?
Eine Adoption aus dem Inland ist in Österreich nicht möglich, wenn sie bereits ein eigenes leibliches Kind haben. Sie können sich nur für eine Auslandsadoption bewerben. Es spricht prinzipiell nichts gegen das Alter ihrer Tochter, allerdings dauert alleine das Adoptionsverfahren bis zur Bewilligung mit den dazugehörigen Kursen rund ein Jahr, Mit einer Adoption aus dem Ausland ist meistens auch eine Wartezeit von 2-3 Jahren verbunden, das Adoptivkind ist dann meistens schon etwas „älter“.

 

? Der Sohn meiner Freundin braucht schon mit 11/2 Jahren keine Windeln mehr! Meine Tochter (2) macht immer noch rein? Ist sie hinten nach?
Bestimmt nicht. In der Medizin geht man davon aus, dass die Kontrolle über den Schließmuskel überhaupt erst mit zwei oder drei Jahren möglich ist. Möglicherweise setzt ihre Freundin den kleinen Sohn nur so häufig aufs Töpfchen dass er gar nichts mehr für die Windel „übrig“ hat.

Die Sauberkeitserziehung verlangt übrigens viel Ruhe, Geduld und Respekt von den Eltern. Verleiht man dem Thema zu viel Nachdruck, werden die Kinder trotzig und halten den Stuhl zurück, was zu Verstopfungen führt. Sie entwickeln sich außerdem- laut Theorie der Psychoanalyse- zu zwanghaften Menschen. Eigensinn, Geiz, und  Ordnungsliebe stehen mit dieser „analen Phase“ im Zusammenhang-man gibt einfach nicht gerne etwas her!

 

? Der Schulfreund meines Sohnes (6) war bei uns. Die Buben waren baden. Am Rücken des Freundes hab ich riesige blaue Flecke entdeckt. Er hat nur gemeint vom Spielen. Wie soll ich reagieren?
Ein heikles Thema. Schwierig, die Situation von außen einzuschätzen. Ich würde dennoch raten, den Eltern direkt mitzuteilen, dass Ihnen die Flecken beim Baden aufgefallen sind.- auch auf die Gefahr hin, dass es zu Unstimmigkeiten kommt!

 

? Ich bin schwanger und muss Antidepressiva nehmen. Jetzt hab ich Angst, dass das meinem ungeborenen Kind schaden kann! Aber ohne geht es auch nicht!
Grundsätzlich ist klar, dass sie jegliche Art der Medikation mit Ihrem Gynäkologen abklären müssen. Aber keine Sorge, es ist möglich auch während der Schwangerschaft Antidepressiva zu nehmen, das geeignete Präparat kennt ihr Psychiater bzw. Frauenarzt. Auch ein pflanzlicher Wirkstoff ist womöglich eine geeignete Alternative.

 

? Mein Sohn ist 24 und möchte ausziehen.  Ich finde es rücksichtslos von ihm,  er weiß genau, dass ich dann alleine bin. Mein Mann ist vor 12 Jahren gestorben, seither kümmere ich mich alleine um das Kind. Kann ich da nicht erwarten, dass er sich auch um mich kümmert?
Der Tod ihres Mannes war sicher traumatisch für Sie und ich kann mir gut vorstellen, dass auch die Zeit danach, als allein erziehende Mutter, alles andere als einfach war.

Dennoch- ihr Sohn ist 24 und es ist mehr als natürlich, dass er das Bedürfnis hat, sich von Ihnen abzulösen. Er ist kein Partnerersatz und sollte nicht die Verpflichtung empfinden, diese emotionale Lücke für Sie schließen zu müssen. Vielleicht gelingt es dann auch Ihnen, neue Kontakte zu knüpfen!

 

? Meine Tochter (13) war bislang immer Vorzugsschülerin. Darauf  bin ich auch sehr stolz. Plötzlich hat sie eine 4 in Mathe! Für mich ist das schrecklich! Ich hab sie zur Rede gestellt und sie hat zu weinen begonnen . Soll ich mit den Lehrern reden?
Es kommt mir so vor als hätten sie einen sehr hohen Leistungsanspruch an Ihre Tochter. Ich kenne die Hintergründe nicht genau, aber vielleicht ist sie dem nicht mehr gewachsen?

Ich denke, dass ein Gespräch mit den Lehrern nicht notwendig ist.  Es ist außerdem normal, dass die schulischen Leistungen in der Pubertät einbrechen, vor allem, wenn die elterlichen Anforderungen groß sind. Wenn Sie ihre Tochter unterstützen wollen, dann vermitteln sie ihr, dass sie nicht über schlechtere Noten verärgert sind- auch ein Scheitern gehört zum Wachsen!  

 

? Ich (16) war auf einer Party mit meiner Freundin. Dort haben wir viel getrunken und plötzlich geknutscht. Ich stehe aber Jungs! Jetzt hab ich Angst, dass ich lesbisch bin und es nicht weiß! Kann das sein?
So ein Erlebnis kann ziemlich verstörend wirken,  ist aber völlig normal. In der Phase der Findung der sexuellen Identität können schon mal erotische Gefühle für Gleichgeschlechtliche auftauchen und auch zu Begegnungen führen.

 

? Meine Freundin akzeptiert meine Tochter aus erster Ehe nicht. Sie will mir den Kontakt verbieten. Die Kleine ist erst vier und versteht überhaupt nicht, warum Sandra (meine Freundin) sie völlig ignoriert, wenn sie bei uns zu Besuch ist. Ich weiß nicht mehr was ich machen soll!
Eine schwierige Situation. Ihre Tochter befindet sich überdies in einer Entwicklungsphase- der sogenannten ödipalen Phase-, in der sie ohnehin dem Vater sehr zugetan ist. Ich nehme an, das schürt zusätzlich die Konkurrenzgedanken ihrer Lebensgefährtin. Da ich Ihrer Frage entnehme, dass sie bereits alles versucht haben, kann ich Ihnen nur als letzten Ausweg ein paartherapeutisches Gespräch näherlegen, um die Gründe für ihre Ablehnung eingehender zu beleuchten.

 

? Ich weiß nicht mehr weiter! Ich bin 13 und schwanger! Ich will das Kind auf keinen Fall behalten, weil ich mit dem Vater nicht zusammen bin. Ich kann aber auch mit niemandem darüber reden, meine Mutter bringt mich um, wenn sie davon erfährt!
Ich kann mir vorstellen, was gerade in Ihnen vorgeht! Aber keine Sorge, es wird sich eine Lösung finden lassen! Bitte wenden Sie sich so bald wie möglich an folgende Adresse:

www.prowoman.at /pro:woman Ambulatorium Tel: 01/512 96 31 250

Hier betreut man auch anonym viele junge Menschen, die sich in ähnlichen  Situationen wie sie befinden. Gemeinsam können Sie dann die nächsten Schritte überlegen und auch einen Weg finden, Ihre Mutter darüber zu informieren! 

 

? Ich glaube, mein Sohn ist schwul, ich hab Ihn zufällig gesehen! Am Anfang waren mein Mann und ich geschockt, jetzt ist es ok für uns. Wie sollen wir ihn darauf ansprechen?
Toll, dass Sie Ihren Sohn so annehmen wie er ist! Sprechen Sie Ihn ruhig direkt an und vermitteln sie ihm, dass sie seine Entscheidungen völlig akzeptieren. Somit sind Schamgefühle, die ihn möglicherweise von einer Aussprache mit Ihnen abhalten, sofort beseitigt!

 

? Was ist Vaginismus? Kommt das von der Psyche?
Vaginismus oder auch Scheidenkrampf ist eine sexuelle Funktionsstörung. Es bedeutet, dass sich die Beckenbodenmuskulatur ungewollt verkrampft. Ein normaler Geschlechtsverkehr ist so kaum noch möglich oder zumindest sehr schmerzvoll.

Sollten keine körperlichen Gründe vorliegen, ist eine psychische Komponente wahrscheinlich. Traumatische sexuelle Erlebnisse, Konflikte in der Partnerschaft oder generell Ängste in Verbindung mit der Sexualität sind die Verursacher. Da die betroffenen Frauen meistens sexuelle Lust empfinden, ist es oft schwer nachvollziehbar, dass die Psyche unbewusst diese körperliche Abwehrreaktion auslöst. Ich rate zu einer langfristigen, tiefenpsychologischen Therapie.

 

? Meine Tochter ist 14 und hat sich überhaupt nicht mehr unter Kontrolle, kriegt Wutausbrüche, wird aggressiv und heult dann plötzlich los. Im Internet steht, das ist eine Borderline-Störung! Hilfe!
Ich kann Ihre Verzweiflung verstehen und es ist richtig, dass sie das Verhalten Ihrer Tochter beobachten!

Sie ist allerdings erst 15 und somit physisch wie psychisch damit beschäftigt, erwachsen zu werden - es könnte sich also eher um eine Adoleszenzkrise handeln. In dieser Phase tauchen oft Borderline-ähnliche Verhaltensweisen auf, die man allzu schnell als pathologisch, also krankhaft, einstuft. Es kommt zu dramatischen Veränderungen der sozialen Wahrnehmung, der Emotionen und der Kognitionen, kurz gesagt: alles spielt verrückt. Dennoch empfehle ich wie immer eine fachliche Abklärung!

 

? Mein Sohn ist 13 und hat jetzt einen Facebook Account angemeldet! In seiner Klasse haben das angeblich alle. Ich finde das viel zu früh und gefährlich, man liest ja über Mobbing usw. und er ist sowieso noch so naiv. Soll ich ihm das verbieten oder wie kann ich kontrollieren, was er macht? Ich halte Facebook ja für einen Schwachsinn!
Verbieten erachte ich nicht für sinnvoll. Facebook ist mit all seinen Vor-und Nachteilen einfach Bestandteil der Gesellschaft und Ausdruck eines Zeitgeistes. Kontrolle ist ebenso wenig zielführend, das führt vielleicht sogar dazu, dass Ihr Sohn versucht, so einiges heimlich zu machen - womöglich gerade dann, wenn er mit tatsächlichen Problemen wie Cybermobbing konfrontiert ist. Führen Sie lieber ein Gespräch mit ihm, klären Sie präventiv möglichen Risiken und schaffen Sie eine Atmosphäre des Vertrauens.  Auch wenn Sie selbst die sozialen Netzwerke nicht befürworten, wäre es bestimmt hilfreich , wenn es Ihnen gelänge, Interesse  dafür aufzubringen – so können sie womöglich auch eigene Ängste abbauen!

 

? Ich hab seit ca. vier Jahren  eine Freundin. Es läuft alles super gut. Sie hätten auch gerne schon ein Kind, sie ist 25. Ich habe eigentlich  auch nichts dagegen, könnte aber auch noch ein paar Jahre warten. Die letzten paar Male beim Sex hatte ich plötzlich Probleme mit der Potenz. Das war noch nie zuvor der Fall, ich bin erst 28! Was ist das?
Sollte der Facharzt keine medizinischen Einschränkungen finden, könnte es vielleicht mit dem Kinderwunsch zusammenhängen. Sie schreiben, dass sie „ eigentlich nichts dagegen hätten“ - aber eben nur eigentlich. Auf einer bewussten Ebene empfinden sie es mit Sicherheit tatsächlich so, doch unbewusst könnte es sein, dass Sie diese Thematik (noch) ablehnen. Ihr Körper  gibt ihnen Signale, indem er quasi die Fortpflanzung verweigert. Seien Sie ehrlich zu sich selbst und sollte es so sein, wie von mir vermutet, dann in Folge auch zu ihrer Partnerin.  In einer gefestigten, guten Partnerschaft, die sie ja beschreiben, findet sich bestimmt ein Kompromiss, sie sind ja auch beide noch sehr jung. Und ohne diesen möglichen Druck können sie hoffentlich auch ihre Sexualität wieder problemlos genießen.

 

Ich bin 24 und lebe endlich allein. Meine Eltern rufen aber ständig an, kommen unangemeldet vorbei und sind beleidigt, wenn ich keine Zeit habe. Bin ich im Recht, wenn ich das nicht will?
Ja! Viele Elternteile sehen ihr Kind leider als eine Art "verlängertes Selbst", also als einen Teil von Ihnen, der auch so wie sie selbst denken und fühlen muss. Bereits in der Kindheit wurden erste Autonomiebestrebungen unterbunden, folglich haben Betroffene oftmals bis ins Erwachsenenalter mit dem (unbewussten)Konflikt zwischen Wünschen nach Eigenständigkeit und ihren Bedürfnissen nach Abhängigkeit zu kämpfen. Therapeutische Unterstützung ist hier wichtig, da der Akt der Emanzipation deshalb mit vielen Schuldgefühlen verbunden ist und von Elternseite natürlich ein massiver Widerstand dagegen eintritt. 

 

? Mein  Mann hat schwere Depressionen. Er hatte einen Herzinfarkt, dann ist sein Bruder an Lungenkrebs gestorben. Wir haben eine Tochter mit Down Syndrom. Er beschimpft mich nur mehr, deshalb wollte ich zurück in die Slowakei, musste aber bleiben, weil er sich eingebildet hat, dass er sterben muss. Ich weiß nicht mehr, wie ich mit ihm umgehen soll, kann mir aber keine Therapie leisten.
Sie stehen unter enormen Druck. Sie müssen die Pflege für Mann und Kind übernehmen und das ist keine leichte Aufgabe. Es scheint, als würde ihr Mann seine Krankheit zusätzlich „benützen“, um nicht verlassen zu werden. Sie brauchen dringend Unterstützung, da sie diese Umstände auf Dauer krank werden lassen und damit ist niemandem mehr geholfen. Die SFU Ambulanz bietet  Therapieplätze zu Sozialtarifen an! Wenden Sie sich bitte dahin!

Hilfe:

SFU Ambulanz Wien
Salztorgasse 1
1010 Wien
Tel: +431 7989400
Email: ambulanz@sfu.ac.at  

               

? Unsere Tochter (17) hat seit kurzem einen seltsamen Tick. Wenn Sie die Treppen steigt, muss sie nach zwei Schritten immer wieder einen zurück machen und auf den Boden klopfen. Sie sagt, sie kann nicht anders und weint dann furchtbar. In der Schule beginnt man sie deshalb schon zu hänseln. Was ist das?
Das Verhalten ihrer Tochter klingt ganz nach einer Zwangshandlung. Dabei werden die Betroffenen von einer Art innerem Drang getrieben, bestimmte Handlungen ausführen. zu müssen. Auch Zwangsgedanken sind möglich. Oft bringt medikamentöse Unterstützung bereits Erleichterung, therapeutische Begleitung (Verhaltenstherapie oder psychodynamisches Verfahren) ist anzuraten. Wichtig ist, schnell zu handeln, damit  es nicht zu einer Chronifizierung kommt.

 

? Ich habe ein Baby mit zwei Monaten. Es wacht leider oft auf und brüllt dann durch. Meine Freundin hat ihren Sohn einfach ein paar Nächte  durschreien lassen und dann hat er durchgeschlafen.  Soll ich das auch tun?
Auf keinen Fall. Babys haben IMMER einen Grund wenn sie weinen- sei es nur der Wunsch nach körperlicher Nähe. Es ist ihre einzige Ausdrucksmöglichkeit. Der Sohn ihrer Freundin hat offenbar einfach resigniert, was für eine gesunde psychische Entwicklung fatal sein kann.

 

? Ich bin sei vier Wochen Mutter einer kleinen Tochter. Ich habe kaum Milch, kann sie nicht genug stillen. Ich mache mir deshalb unglaubliche Vorwürfe. Überall wird einem eingeredet, wie wichtig Stillen ist, vor allem für die Beziehung zum Kind.
Erstmals gratuliere ich Nachwuchs, zweitens rate ich Ihnen, sich diesbezüglich nicht verrückt zu machen.  Wenn Sie zu wenig Milch haben, ist das eben so. Sie können es nicht willentlich beeinflussen. Wichtig ist vor allem, die Nähe, Aufmerksamkeit und Ruhe, die sie Ihrer Tochter während des Fütterns vermitteln. Dies ist genauso bei der Gabe eines Fläschchens möglich. Nehmen Sie sich Zeit, sorgen Sie für eine ruhige Atmosphäre- und wer weiß, vielleicht fließt dann auch die Milch wieder!

 

? Mein Sohn ist jetzt 16 und hat mir den Schock meines Lebens verpasst. Wir haben ein sehr offenes Verhältnis und deshalb hat er mir auch erzählt, dass er auf seiner Geburtstagsparty im April zum ersten Mal einen Joint rauchen will. Was soll ich ihm raten?'
Schön, dass sie beide so ein offenes Verhältnis haben und ihr Sohn auch mit diesen Themen zu ihnen kommt. Dennoch, wenn möglich würde ich ihm raten, dies auf später zu verschieben. Jugendliche haben in dieser Phase genug mit der eigene Psychodynamik zu tun. Der sogenannte präfrontale Cortex im Gehirn reift sehr langsam und braucht etwa bis zum 25. Lebensjahr. Bis dahin sollte die Entwicklung nicht durch derartige Substanzen gestört werden, im übrigen auch nicht durch Alkohol, Zigaretten oder andere Drogen.

 

? Ich bin 17 und noch immer Jungfrau. Meine Freundinnen hatten schon mal Sex, aber ich fühle mich noch nicht so weit und hab ein wenig Angst.
Ich finde es sehr reif, dass sie hier auf sich und ihre Gefühle hören. Ich rate aber zu einem Gespräch mit einer Gynäkologin (mit Eltern ist das vielleicht nicht so einfach), da auch eine erste Untersuchung, wie die Aufklärung über Verhütungsmöglichkeiten und andere dazugehörige Themen die Ängste nehmen. 

 

? Meine Freundin pflegt sein Jahren ihren behinderten Bruder. Er und sie haben einen schrecklichen Autounfall überlebt, die Eltern sind dabei gestorben, der Bruder seither geistig behindert. Sie hatte nichts. Sie ist mittlerweile total am Ende, lehnt aber jede Hilfe ab.
Sie haben die Warnzeichen richtig erkannt. Ihre Freundin hat womöglich große Schuldgefühle, als einzige den Autounfall unbeschadet überlebt zu haben. Diese versucht die Psyche erträglicher zu machen, indem sie sich nun für ihren Bruder aufopfert. Vielleicht können Sie ihre Freundin davon überzeugen, sich therapeutische Unterstützung zu suchen - eventuell mit dem Argument, dass es für ihren Bruder die größte Hilfe wäre, wenn sie weiterhin die psychische und körperliche Kraft für die Pflege hat. Ein Zusammenbruch schadet allen.

 

? Gestern hab ich plötzlich alle Zustände bekommen. Ich hatte das Gefühl, dass ich ersticke, gleichzeitig hab ich gezittert, ich dachte, ich muss sterben. Nach fünf Minuten war alles vorbei. Ich hatte das in letzter Zeit schon zwei Mal! Kommt das vom beruflichen Stress?
Die Symptome, die sie mir beschreiben, klingen möglicherweise nach einer Panikattacke. Dabei handelt es sich um wiederkehrende, schwere Angstattacken, die leider nicht vorhersehbar sind, da sie nicht in bestimmten Situationen oder unter bestimmten Umständen auftreten. Vorab rate ich zu einer psychiatrischen Abklärung. Ihr beruflicher Stress wird vermutlich zu einem Durchbruch der Angstattacken beitragen, ist aber wahrscheinlich nicht die alleinige Ursache.

 

? Was ist eine Psychose?
Psychose  ist ein Überbegriff für psychische Zustände bzw. Störungen, bei denen der Betroffene die Realität verzerrt wahrnimmt. Die Umwelt, Bezugspersonen und die eigenen Person erscheinen dem Betroffenen verändert. Wahnvorstellungen (z.B. Liebeswahn) und Halluzinationen( z.B. Stimmen hören) sind charakteristisch. Psychosen können bei diversen Krankheitsbildern auftreten (z.B. bei Schizophrenie), aber auch durch Drogen oder hirnorganische Ursachen ausgelöst werden. 

 

? Mein Sohn (16) hat sich komplett verändert. Seit einigen Wochen schläft er kaum. Auf die Frage, was er macht sagt er, er arbeitet irgendwelche geheimen Pläne aus. Ich komme überhaupt nicht mehr zu ihm durch, er aggressiv und meint, ich verstehe nicht, wie wichtig die Pläne für die Menschheit wären. Auch höre ich ihn oft in der Nacht telefonieren. Ich hab Angst, dass er da in was Kriminelles verwickelt ist.
Das Verhalten ihres Sohnes, das sie schildern, lässt leider eher die Vermutung zu, dass es sich hier womöglich um Anzeichen einer Schizophrenie handelt. Die Erkrankten zeigen in der akuten Phase eine sogenannte „positive Symptomatik“-  dazu gehören motorische Unruhe, Wahnvorstellungen und Halluzinationen (z.B. Stimmenhören). Ich ersuche Sie, einen Psychiater/in zur Abklärung aufzusuchen!

 

? Ich weiß nicht mehr, was ich mit meiner Freundin tun soll! Sie kauft ständig irgendwelche Klamotten! In ihrer Wohnung türmen sie Kleiderberge, die meisten noch mit dem Preiszettel drauf! Sie sagt, sie liebt es einfach zu shoppen und kann nicht anders, aber ich finde das nicht normal!
Sie sehen das völlig richtig. Ihre Freundin scheint unter einer Störung der Impulskontrolle zu leiden, das heißt, sie kann dem Drang Kleider zu kaufen einfach nicht widerstehen. Dabei hat das Erworbene für sie vermutlich keinerlei weitere Bedeutung, Hier ist meist eine fachliche Hilfe auf zwei Ebnen gefragt: zum einen,  eine medikamentöse Unterstützung, zum anderen ein therapeutische, um den Ursachen auf den Grund zu gehen. Ermutigen Sie ihre Freundin dazu!

 

? Sind psychische Störungen angeboren?
Jeder Mensch kann psychisch erkranken. Eine psychische Erkrankung ist immer multifaktoriell zu betrachten, das heißt die Ursachen sind nicht einseitig. Biologische, psychologische und soziale Faktoren spielen hier zusammen- ist jemand psychisch „dünnhäutiger“, gibt es ein biologisches Ungleichgewicht im Bereich der Neurotransmitter, welchen Lebensereignissen waren und sind wir ausgesetzt und gibt es womöglich eine erbliche Belastung. 

 

? Mein Vater hat unheilbar Krebs. Er ist seit 5 Monaten stationär im Krankenhaus. Er glaubt aber immer noch, er kommt raus und redet ständig davon, was er nächstes Jahr alles machen wird. Ich selbst bin schon so fertig. Wie soll ich ihm die Wahrheit sagen?
Die Psyche schützt uns manchmal vor Dingen, die wir nicht wahrhaben wollen, weil Angst und Schmerz zu überwältigend und schlussendlich nicht aushaltbar wären. Dann verleugnen wir die Realität und zwar in einem Ausmaß, das uns für andere nahezu „verrückt“ erscheinen lässt. Da ihr Vater- wie es scheint - tatsächlich nicht mehr lange zu leben hat, erachte ich es in diesem Fall für wichtiger, dass sie selbst sich mit seinem Tod auseinandersetzen und Gefühle wie Traurigkeit, Ohnmacht aber vielleicht auch Wut mit professioneller Hilfe besprechen.

 

? Ich hab ständig die Angst unheilbar krank zu werden. Weil ich soviel daran denke, hab ich wiederum Angst dass ich mir zB einen Krebs „herbeidenke“. Ist das möglich?
Sie räumen der Kraft ihrer Gedanken sehr viel Macht ein. Vielleicht geht es weniger um die Frage, ob sie sich selbst Krebs herbeidenken können, sondern darum, was tatsächlich hinter diesen Befürchtungen steckt. Hier empfehle ich Ihnen therapeutische Unterstützung.

 

? Unsere Mutter sitzt jetzt im Rollstuhl. Wir haben sie deshalb zu uns ins Haus genommen. Doch egal was wir tun, sie verlangt immer mehr und ist nie zufrieden. Was sollen wir tun? Ich will nicht, dass sie leidet!
Ich habe den Eindruck, sie tun bereits mehr als sie bewältigen können. Ihre Mutter braucht zweifelsohne Unterstützung, doch scheint es mir, als hätte sie durch ihre körperliche Beeinträchtigung auch einen sekundären Krankheitsgewinn. Dies bedeutet, dass ihre Mutter sehr wohl auch äußere Vorteile durch ihre Erkrankung zieht - sie wird umsorgt, so wie sie es sich wahrscheinlich immer gewünscht hat.  Setzen Sie sich und ihrer Mutter klare Grenzen, auch wenn es anfangs schwer fällt. Damit ist allen am meisten geholfen. 

 

Mein kleiner Sohn (3) weint anfangs immer, wenn ich ihn bei  der Babysitterin lasse. Er beruhigt sich dann aber recht rasch. Mir bricht es trotzdem das Herz, mache ich etwas falsch?
Soweit ich das nach Ihrer kurzen Schilderung der Situation beurteilen kann, ist das Verhalten ihres kleinen Sohnes nicht ungewöhnlich- im Gegenteil. Kinder, die sicher an ihre Bezugsperson gebunden sind, weinen schon Mal kurz, wenn sie sich in einer „fremden“ Situation befinden, lassen sich aber schnell ablenken und freuen sich, wenn Mama oder Papa zurückkommen. Kinder mit einer unsicheren Bindung, zeigen sich entweder gleichgültig oder über die Massen  verstört beim Verlassen und ebenso bei der Rückkehr ihrer Bezugsperson. Insofern scheint ihr Kleiner ein sicher gebundenes Verhalten zu zeigen!

 

? Meine Kleine hat mir erzählt, dass sie mit ihrem Kindergartenfreund Doktorspiele macht! Ich bin geschockt. Kann sie das für später verstören?
In diesem Alter entdecken Buben und Mädchen den Geschlechtsunterschied. Das Andere, Fremde ist da besonders interessant.  Kinder sind von Anfang an sexuelle Wesen, nicht vergleichbar mit der erwachsenen Sexualität, es ist vielmehr ein Wohlfühlen mit allen körperlichen Sinnen. Wichtig ist, dieses Verhalten nicht einfach zu verbieten oder abzuwerten. Sehr wohl kann aber besprochen werden, dass es gewisse Regeln gibt, wie z.B., dass ein Nein auch ein Nein ist, wenn sich einer nicht wohl fühlt. Das Interesse an Doktorspielen gibt sich später von selbst, da die Entdeckungslust dem Schamgefühl weicht.

 

? Mein Kind schmiert mit Kot. Was soll ich tun?
Sehr zum Leidwesen der Eltern beginnen die  Kinder oft mit einer intensiven Beschäftigung mit ihren Exkrementen mit Eintritt in die sogenannte „anale Phase“. Sie lernen den Schließmuskel zu beherrschen und Lust daran  zu empfinden. Eine zu strenge Sauberkeitserziehung kann da zur Ausbildung eines „analen Charakters“ führen. Diese Menschen sind oft sehr pedantisch, geizig  und übertrieben ordnungsliebend.

Blog

Dienstag, 11. Juli 2017 - 23:00 Uhr

Sei nicht so hysterisch!

Was ist Hysterie und warum sie nicht nur Frauen betrifft

 „Hysterische Kuh!“ oder „Die Frauen sind doch alle hysterisch“! Mal Hand aufs Herz liebe männliche Leser. Wer von Ihnen hat sich das noch nie gedacht? Oder liebe weibliche Leser: wer hat das noch nie gehört? Hysterie hat längst den Einzug in unseren Schimpfwortfundus gefunden- doch was ist Hysterie genau? Noch in der Antike war man der Überzeugung, dass die Ursache dieser „frauenspezifischen“ Krankheit in der im Körper umher wandernden Gebärmutter zu finden sei. Gut, davon ist man glücklicherweise abgekommen. Sigmund Freud war es schlussendlich, der den Hysterikerinnen zum Durchbruch verhalf. Er war begeistert von den Demonstrationen des berühmten Arztes Charcot in Paris, der seinem staunenden Publikum demonstrierte, wie Patientinnen unter Hypnose ihre gelähmten Körperregionen wieder bewegen konnten. Wie konnte das sein? Freud widmete sich intensiv den „Studien über die Hysterie“- den sogenannten Konversionsneurosen. Konversion bedeutet, dass ein seelischer Inhalt, der verdrängt werden muss, im Körper symbolhaft seinen Ausdruck findet. Mittlerweile ist die Hysterie längst aus dem psychiatrischen Wortschatz verschwunden. Die Symptome, die sich in übertriebener Emotionalität, Ich-Bezogenheit und dem Bedürfnis nach Aufmerksamkeit zeigen, werden heutzutage den histrionischen Störungen zugeschrieben. Auch der dissoziativen Störung, deren Ursache zumeist in einem verdrängten Trauma liegt, ist die damalige Hysterie zuzuordnen. Die Dissoziation, also die Abspaltung des Traumes aus der bewussten Wahrnehmung hilft, das Leben weiterhin meistern zu können. Fest steht in jedem Falle, dass „Hysterie“ nicht alleine Frauensache ist- im Gegenteil. Auch Männer neigen zu hysterischem Verhalten- man denke nur an Molieres berühmte Komödie „Der eingebildete Kranke“...

 

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Gerne berate ich Sie auch bei:

  • Unerklärlichen körperlichen Symptomen (z.B. Lähmungen, Rückenschmerzen, Herzrasen oder Herzstolpern, etc.), für die Ihr Arzt bislang keine Ursache finden konnte
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Praxis für Psychoanalyse und Psychotherapie

Man braucht nichts im Leben zu fürchten, man muss nur alles verstehen“
(Marie Curie)


Kennen Sie diese Gefühlszustände auch?

  • Plötzliche Atemnot, Herzrasen...
  • Das Gefühl verrückt zu werden...
  • Keinen Ausweg mehr zu sehen...
  • Todesangst, Panikattacke.

 

" Das wünsche ich meinen größten Feind nicht."

meinte ein Patient und das beschreibt die Schrecklichkeit des Zustandes wohl sehr treffend. Angststörungen mindern die Lebensqualität erheblich, Medikamente allein bringen oft keine Erlösung.

Die psychoanalytische Therapie ist jene Methode, die das Problem bei der "Wurzel" packt, die Ursachen hinter der Störung aufdecken will.

Vereinbaren Sie einen unverbindlichen Termin zu einem Erstgespräch - ein erster, wichtiger Schritt zur Erleichterung!

Katrin Lampe-Wippersberg

 

Praxis für Psychoanalyse und Psychotherapie


Es ist oft nicht einfach sich einzugestehen, dass man therapeutische Hilfe benötigt.
Psychische Probleme machen Angst.
Angst, dass man das Leben nicht mehr genießen kann, dass man womöglich keinen Ausweg findet.



„Man braucht nichts im Leben zu fürchten, man muss nur alles verstehen“, sagte Nobelpreisträgerin Marie Curie einst und dem stimme ich zu.


Den ersten Schritt zum Verstehen haben Sie bereits getan! Gerne helfe ich Ihnen bei:

  • Angstzuständen
  • Depressiven Verstimmungen und Stimmungsschwankungen
  • Unerklärlichen körperlichen Symptomen
  • Erschöpfungszuständen
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Zögern Sie nicht mich zu kontaktieren!

 

 

Psychotherapie

„Entweder wir finden einen Weg, oder wir machen einen.“
( Hannibal, Feldherr der Antike)


Ab wann zur Therapie ?- Die FAQs

Kennen Sie das auch? Freunde und Familie bieten ihre Hilfe an, doch all die tröstenden Worte scheinen nicht zu nützen- Symptome verschlimmern sich, der Leidensdruck wächst. Wer kann helfen? Der Hausarzt, der Psychiater oder doch eine Psychotherapie? Ab wann ist eine „Sprechkur“ überhaupt anzuraten? Im Folgenden möchte ich Ihnen einige von Patienten häufig gestellte Fragen für eine erste Orientierung beantworten:


?: In den USA gehört Seelenhygiene zum guten Ton. Auch in unseren Breiten wird der regelmäßige Gang zum Therapeuten immer salonfähiger. Was bringt der regelmäßige Seelenstrip vorm Experten eigentlich?

Therapie sollte nicht nur als eine Behandlung von Leidenszuständen, sondern auch allgemein als Möglichkeit zur Persönlichkeitsentwicklung gesehen werden. Das Wissen über die eigenen unbewussten Motive nach denen wir handeln hilft, sich  im Leben nicht immer wieder nach alten Mustern zu verhalten (z.B. jedes Mal einen gewalttätigen Partner wählen/ immer wieder im Job in Konflikte mit Vorgesetzten geraten etc.). Eine gelungene Therapie schafft neue Handlungsmöglichkeiten und generell ein befreites Leben.

? Gängige Praxis: ich suche mir erst Hilfe wenn es mir schlecht geht. Wem ist therapeutische Betreuung zu empfehlen und in welchem Stadium was Gefühlslagen und Wohlbefinden betrifft?

Leider ist es tatsächlich oft so, dass man erst beim Therapeuten landet nachdem man schon alles Andere ausprobiert hat. Grundsätzlich empfehle ich natürlich so früh wie möglich professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, nicht erst, wenn die Symptome so überhand genommen haben, dass die Lebensqualität bereits massiv beeinträchtigt ist. Auch bei psychischem Leid gilt: je länger man zuwartet, desto chronischer wird es, desto schwieriger gestaltet sich die Behandlung.

? Das wann ist geklärt. Bleibt das WIE offen? Wie finde ich den richtigen Therapeuten, wie erkenne ich einen guten Therapeuten.

Das wichtigste bei der Therapeutenwahl ist: Der Patient muss sich wohl fühlen. Darum rate ich dazu, nicht nur mit einem, sondern mit mehreren Therapeuten Erstgespräche zu führen. Studien der Psychotherapieforschung haben dies belegt- einer der Hauptwirkfaktoren der Therapie ist eine stabile, vertrauensvolle Beziehung zwischen Patient und Therapeut.

Abgesehen davon ist auch die Wahl der passenden Methode zu bedenken: Verhaltenstherapie, Psychoanalyse, systemische Familientherapie etc.

Die meisten Therapeuten beschreiben Ihre Methode sehr gut auf Ihrer Website. Hier sollte sich der Patient wirklich Zeit nehmen, sich ausreichend zu informieren.

? Unterschied Psychologe, Psychotherapeut und Psychiater. Wann zu wem? Und wer ist mein erster Ansprechpartner?

Allgemein gesprochen ist der Psychologe im klinischen Feld  für Testungen und den daraus resultierenden Diagnosen des Patienten zuständig (z.B. Persönlichkeitstests). Der Psychiater ist Mediziner und als solcher berechtigt, verschreibungspflichtige Medikamente(Psychopharmaka) zu verordnen. Der Psychotherapeut gestaltet je nach methodischer Ausrichtung die Therapie. Wünschenswert ist eine Zusammenarbeit aller drei Disziplinen. Oft suchen die Patienten zuerst den Facharzt für Psychiatrie auf, da Medikamente schnelle Erleichterung der Leidenszustände bringen. Für ein nachhaltiges Ergebnis ist eine Therapie meist unerlässlich.

? Eine Therapie ist auch immer eine Frage des Geldes. Welche Möglichkeiten gibt es eine kostenfreie Beratung und Betreuung zu bekommen?

Prinzipiell besteht die Möglichkeit „Psychotherapie auf Krankenschein“ finanziert zu bekommen oder bei niedergelassenen Therapeuten ohne Finanzierungsmodell einen Antrag auf Kostenzuschuss zu stellen. Kostengünstige Therapieplätze bieten auch psychotherapeutische Ambulanzen (z.B. SFU-Ambulanz) an. Längere Wartezeiten sind allerdings einzuplanen. Manche Therapeuten ermöglichen auch Therapie zu Sozialtarifen.

? Und wie funktioniert die Psychoanalyse? Hilft mir die Methode überhaupt bei meinen Problemen?

Die Psychoanalyse ist eine tiefenpsychologische fundierte Methode. Sie befasst sich mit den Ursachen, also den Gründen für die Entstehung der Probleme. Dazu beleuchtete sie das gesamte Leben- von der Kindheit bis ins Erwachsenenalter, der Patient lernt sich und sein Verhalten, seine Emotionen und Wünsche ganz genau kennen – es geht also um die ungeschönte Wahrheit über sich selbst. Psychoanalyse ist gut wirksam bei Angst- und Panikstörungen, Sexuellen Problemen, Depressionen und körperlichen Symptomen ohne körperliche Ursache (z.B. Kopfschmerzen , Rückenschmerzen, etc.).

? Was muss ich in der Therapie „machen“?

Prinzipiell gilt die "Regel" einfach alles auszusprechen, was Ihnen  in den Sinn kommt, egal ob es unwichtig, seltsam, peinlich oder besonders interessant erscheint. Sie erzählen einfach alles aus Ihrem Leben. Meine Aufgabe ist es dann, Ihnen dank ihrer Erzählungen und Einfälle aufzuzeigen, wie sie sich im Leben- meist unbewusst- verhalten.

Was so einfach klingt, ist es aber leider nicht- denn wir agieren vielfach nach "unbewussten" Motiven, Wünsche, Gedanken und Kräften, die wir uns nicht so einfach ins Bewusstsein rufen und dann erzählen können- sie sind nämlich aus gutem Grund unbewusst geblieben. Es sind Wünsche und Gedanken, die wir womöglich nicht denken sollen oder dürfen, die für den Erhalt unseres psychischen Gleichgewichts besser weggedrängt werden Diese Wünsche und Gedanken sind bereits in früher Kindheit durch unsere ersten Beziehungserfahrungen entstanden. Weggedrängt heißt aber leider nicht weg-die unbewussten Impulse arbeiten in uns weiter und müssen wieder und wieder unter Kontrolle gebracht werden. Das Ergebnis ist ein sogenannter innerpsychischer Konflikt und der erzeugt im weitesten Sinne unsere Symptome wie z.B. eine Panikattacke.

Unsere innerseelischen Kräfte sind also ständig im Bewegung- darum sprechen wir auch von der Psychodynamik.

? Wie läuft das erste Kennenlernen ab?

Sobald ich von Ihnen eine Nachricht erhalten habe, werde ich mich umgehend bei Ihnen telefonisch melden. Wir vereinbaren dann einen Termin für ein erstes Kennenlernen, das Erstgespräch. In diesem bitte ich Sie mir ihre Problematik zu schildern sowie aus Ihrem Leben zu erzählen. Unter Umständen vereinbaren wir noch ein zweites oder drittes Kennenlernen, bis wir uns gemeinsam dazu entschließen eine Therapie zu beginnen.

Sowohl Sie wie auch ich sollten ein gutes Gefühl haben ein " Arbeitsbündnis" einzugehen.

Entschließen wir uns zu einer Therapie werden wie vorab das Setting, die Bezahlung  und eine mögliche Dauer besprechen.

? Wie oft muss ich kommen?

Es gibt verschiedene Settings (Modelle) wie die Behandlung abläuft.

Meist beginnt man sitzend zu arbeiten. Therapeut und Patient und Therapeut sitzen sich halbschräg gegenüber, sodass sie sich ansehen können aber nicht müssen.

Je nach Problematik beginnt man mit einer Therapiefrequenz von ein bis zwei Mal wöchentlich. Das klingt nach viel- Regelmäßigkeit ist allerdings wichtig, damit der therapeutische Prozess ins Rollen kommt und Sie gleichzeitig Unterstützung und Halt durch mich als Ihre Therapeutin erfahren.

Das klassische Setting der Psychoanalyse findet sogar mehrmals (3-4 Mal) wöchentlich statt. Hier liegt der Patient auf der Couch, der Therapeut sitzt hinter ihm. Dieses Setting ist zu Beginn oftmals unangenehm oder ungewohnt für den Patienten. Es bewirkt aber, dass es dem Patienten leichter fällt, seinen Gedanken freien Lauf und Erinnerungen hochkommen zu lassen.