Psychotherapie

 

„Entweder wir finden einen Weg oder wir machen einen.“
( Hannibal, Feldherr der Antike)

 

Therapie - Die FAQs

 

? Was ist Psychotherapie?

Psychotherapie ist eine wissenschaftlich fundierte Methode, die eine umfassende, bewußte und geplante Behandlung von psychosozial oder auch psychosomatisch bedingten Verhaltensstörungen und Leidenszuständen darstellt. Ziel der Psychotherapie ist, bestehende Symptome zu mildern oder zu beseitigen, gestörte Verhaltensweisen und Einstellungen zu ändern und die Reifung, Entwicklung und Gesundheit des Behandelten zu fördern.

Eine tragfähige Beziehung zwischen Pateint und Therapeut ist wesentlich für das Gelingen der Therapie.

 

? Wie kann Therapie helfen? Welche Änderungen kann ich erwarten?

Therapie sollte nicht nur als eine Behandlung von Leidenszuständen, sondern auch allgemein als Möglichkeit zur Persönlichkeitsentwicklung gesehen werden. Das Wissen über die eigenen unbewussten Motive, nach denen wir handeln, hilft, sich im Leben nicht immer nach alten Mustern zu verhalten (beispielsweise jedes Mal einen gewalttätigen Partner zu wählen, immer wieder im Job in Konflikte mit Vorgesetzten zu geraten etc.). Eine gelungene Therapie schafft neue Handlungsmöglichkeiten und generell ein befreites Leben.

 

? Wie läuft das erste Kennenlernen ab?

Sobald ich von Ihnen eine Nachricht erhalten habe, werde ich mich umgehend bei Ihnen telefonisch melden. Wir vereinbaren dann einen Termin für ein erstes Kennenlernen - das Erstgespräch. In diesem bitte ich Sie, mir Ihre Problematik zu schildern, sowie aus Ihrem Leben zu erzählen. Unter Umständen vereinbaren wir noch ein zweites oder drittes Kennenlernen, bis wir uns gemeinsam dazu entschließen, eine Therapie zu beginnen.

Sowohl Sie wie auch ich sollten ein gutes Gefühl dabei haben, ein "Arbeitsbündnis" einzugehen.

Entschließen wir uns zu einer Therapie, werden wir vorab das Setting, die Bezahlung und eine mögliche Dauer besprechen.

  

? Wie oft muss ich kommen? 

Es gibt verschiedene Settings (Modelle), wie die Behandlung abläuft.

Meist beginnt man sitzend zu arbeiten. Therapeut und Patient sitzen sich halbschräg gegenüber, sodass sie sich ansehen können, aber nicht müssen.

Je nach Problematik hat man mit eine Therapiefrequenz von ein bis zwei Mal wöchentlich. Das klingt nach viel - Regelmäßigkeit ist allerdings wichtig, damit der therapeutische Prozess ins Rollen kommt und Sie gleichzeitig Unterstützung und Halt durch mich als Ihre Therapeutin erfahren.

Beim klassischen Setting der Psychoanalyse finden sogar mehrmals (3-4 Mal) wöchentlich Sitzungen statt. Hier liegt der Patient auf der Couch, der Therapeut sitzt hinter ihm. Dieses Setting ist zu Beginn oftmals unangenehm oder ungewohnt für den Patienten. Es bewirkt aber, dass es dem Patienten leichter fällt, seinen Gedanken freien Lauf und Erinnerungen hochkommen zu lassen.

 

? Wie finde ich den richtigen Therapeuten? Wie erkenne ich einen guten Therapeuten?

Das Wichtigste bei der Therapeutenwahl ist: Der Patient muss sich wohl fühlen. Darum rate ich dazu, nicht nur mit einem, sondern mit mehreren Therapeuten Erstgespräche zu führen. Studien der Psychotherapieforschung haben belegt - einer der Hauptwirkfaktoren der Therapie ist eine stabile, vertrauensvolle Beziehung zwischen Patient und Therapeut.

Abgesehen davon ist auch die Wahl der passenden Methode zu bedenken: Verhaltenstherapie, Psychoanalyse, systemische Familientherapie etc.

Die meisten Therapeuten beschreiben Ihre Methode sehr gut auf Ihrer Website. Hier sollte sich der Patient wirklich Zeit nehmen, sich ausreichend zu informieren.

 

? Unterschied Psychologe, Psychotherapeut und Psychiater. Wann zu wem? Und wer ist mein erster Ansprechpartner? 

Allgemein gesprochen ist der Psychologe im klinischen Feld für Testungen und den daraus resultierenden Diagnosen des Patienten zuständig (z.B. Persönlichkeitstests). Der Psychiater ist Mediziner und als solcher berechtigt, verschreibungspflichtige Medikamente (Psychopharmaka) zu verordnen. Der Psychotherapeut gestaltet je nach methodischer Ausrichtung die Therapie. Wünschenswert ist eine Zusammenarbeit aller drei Disziplinen. Oft suchen die Patienten zuerst den Facharzt für Psychiatrie auf, da Medikamente schnelle Erleichterung der Leidenszustände bringen. Für ein nachhaltiges Ergebnis ist eine Therapie meist unerlässlich.